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Telecom Italia beschließt Übernahme von TIM

Der Verwaltungsrat der Telecom Italia hat beschlossen, die Mobilfunk-Gesellschaft TIM (Telecom Italia Mobile) vollständig zu übernehmen. Die Entscheidung zu der Fusion wurde am Dienstag einstimmig getroffen.

dpa ROM. Der Verwaltungsrat der Telecom Italia hat beschlossen, die Mobilfunk-Gesellschaft TIM (Telecom Italia Mobile) vollständig zu übernehmen. Die Entscheidung zu der Fusion wurde am Dienstag einstimmig getroffen.

Der Konzern hält bereits 55,6 Prozent an der Tochtergesellschaft - der Nummer Eins unter den italienischen Mobilfunkgesellschaften. Telecom Italia will nun die ausstehenden Anteile übernehmen und will dafür bis zu 14,5 Mrd. Euro in bar zahlen. Die Barofferte von 5,60 Euro je Aktie gelte für zwei Drittel der TIM-Anteile, hieß es in einer Mitteilung der Telecom Italia.

Zudem biete der Konzern 1,73 eigene Aktien für jede TIM-Aktie. Finanzkreisen zufolge soll die US-Investmentbank JP Morgan das Konsortium anführen, das den Kauf finanzieren soll. Der Bedarf beträgt den Angaben zufolge zwölf Mrd. Euro, 2,5 Mrd. Euro will die Telecom aus ihren Kassen zusteuern. Die Fusion soll im Januar starten und in der zweiten Hälfte 2005 abgeschlossen sein.

In Erwartung der Verwaltungsratssitzung waren die Aktien von Telecom Italia, TIM, Pirelli und Camfin - der Familiengesellschaft von Telecom-Italia-Chef Marco Tronchetti Provera - bereits am Montagmorgen vom Handel an der Mailänder Börse ausgesetzt worden.

Die Konzerne Olimpia, Camfin und Pirelli, die große Beteiligungen an den Telekommunikationsgesellschaften halten, hatten am Dienstag zudem über zum Teil milliardenschwere Kapitalerhöhungen beraten, um eine Verwässerung ihrer bisherigen Anteile zu verhindern.

Telecom Italia hatte sich vor zehn Jahren von ihren Anteilen an TIM getrennt. Die Verschuldung des Konzerns soll durch das Geschäft von derzeit 30 Mrd. Euro auf 44 Mrd. Euro anwachsen. TIM ist in Italien Marktführer im Mobilfunkbereich und hat nur geringfügige Schulden. Durch die Übernahme soll sich der freie Kapitalfluss der Muttergesellschaft deutlich verbessern.

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