Telefon von Google?
Silicon Valley wartet auf das „gPhone“

In den Kneipen der High-Tech-Hochburgen Palo Alto und Mountain View spricht man davon, das Google ein eigenes mobiles Telefon auf den Markt bringen will. Handelsblatt.com sagt, was an den Gerüchten um das „gPhone“ dran ist und wie es funktionieren könnte.

MÜNCHEN. Bei Google geht es anders als beim kürzlich vorgestellten Apple iPhone wohl weniger um Technik oder Design. Das Interessante an einem möglichen „gPhone“ ist vielmehr das Bezahlmodell: Die Nutzung soll kostenlos sein. Dafür wird der Nutzer Werbung über sich ergehen lassen müssen.

Das könnte funktionieren. Denn schon im Internet und im Fernsehen existieren das werbefinanzierte Geschäftsmodell und das gebührenfinanzierte parallel. Bei Zeitungen und Zeitschriften sieht es nicht anders aus. Also warum sollte das Telefon da eine Ausnahme bleiben?

Die technische Frage, auf welchen „Kanälen“ telefoniert wird, ist in diesem Zusammenhang zwar Nebensache, sollte aber dennoch schon mal vorab betrachtet werden. Von den drei Zugangsmöglichkeiten zu einem Netz – Festnetz, Mobilfunk oder Internet – dürfte die Internetfirma Google wohl auf Letzteres setzen. Der Grund liegt auf der Hand. Für Festnetz und Handy bräuchte der Suchmaschinen-Primus einen oder mehrere Partner unter den Telekomfirmen. Das ist industriepolitisch viel zu schwierig.

Bleiben die Internettelefone. Diese könnten entweder drahtlos über den WLAN-Router direkt mit dem Netz verbunden werden oder mit über die USB-Schnittstelle an einen Internet-Computer angeschlossen werden. Das alles gibt es im Zuge der Internet-Telefonie (VoIP) und dem Erfolg von Skype (mit eigener Technik) schon seit geraumer Zeit und mit wachsendem Erfolg. Als Produzent des „gPhone“ ist der koreanische Elektronikkonzern Samsung im Gespräch.

Das Gerücht um das Google-Telefon hat auch den Finanzsender CNBC erreicht. Dort kam ein weiter interessanter Aspekt zu Sprache. Google-Chef Eric Schmidt ist nämlich Mitglied des Board of Directors bei Apple. Erst im Januar hatte er Steve Jobs auf der Bühne des Moscone Center in San Francisco zum geplanten iPhone gratuliert. Mit dem Start eines „gPhone“ könnte hier eine Business-Freundschaft zerbrechen, hieß es bei CNBC.

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