Telefonieren an Bord
US-Aufsichtsbehörde nimmt erste Hürde im Handy-Verbot

Telefonieren an Bord? In den USA soll das auf Inlandsflügen erlaubt werden. Die US-Aufsichtsbehörde nahm die erste Hürde und stimmte dafür, das Handy-Verbot von 1991 aufzuheben. Eine Umsetzung kann aber noch dauern.
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WashingtonHandynutzer sollen nach Willen einer Behörde schon bald auf Inlandsflügen in den USA telefonieren können. Die erste Hürde dafür nahm am Donnerstag die Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) in Washington. Sie stimmte dafür, das seit 1991 bestehende Verbot zur Handynutzung in Flugzeugen aufzuheben.

Der Vorsitzende Tom Wheeler erklärte die Regulierung für veraltet. Neue Technologien machten Handyverbindungen in der Luft möglich, ohne damit die Flugsicherheit zu gefährden.

„Die Technologie hat eine neue Netzwerk-Realität geschaffen, die von Regierungen und Fluggesellschaften auf der ganzen Welt wahrgenommen wird“, erklärte Wheeler in einer Anhörung vor dem Kongress. „Wenn die Basis für eine Regel nicht mehr gültig ist, kann die Regel es auch nicht sein.“

Die FCC möchte Handynutzern ab einer Flughöhe von rund drei Kilometern grünes Licht zum Telefonieren geben. Jedoch ist noch ein weiteres Votum nötig, bevor die FCC die Änderungen gemeinsam mit der Flugaufsichtsbehörde umsetzen könnte. Das wiederum könne Monate dauern, sagte Wheeler.

Verkehrsminister Michael Foxx kündigte im Sender CNN Widerstand an. Sein Ministerium wolle klären, ob die mögliche Lärmbelästigung nicht „gegen das Fairnessgebot für Konsumenten“ verstoßen würde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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