Telefonieren via IP-Protokoll
Schnelles Internet lockt Telefonkunden

Das Telefonieren übers Internet wird immer interessanter, denn technische Verbesserungen haben anfängliche Schwachpunkte verschwinden lassen. Schon sehr bald könnte das "Voice over IP" genannte Verfahren nach Einschätzung von Experten die gesamte Telekommunikationsbranche revolutionieren. Derzeit ist dies jedoch eine Technik für ein paar vereinzelte Computer- und Internetfreaks.

HB HANNOVER. Bisher waren die Nachteile von "Voice over IP", dem Telefonieren übers Internet, gegenüber der in 100 Jahren immer weiter verfeinerten Festnetztelefonie beträchtlich. Internetleitungen stehen der Sprache nicht exklusiv zur Verfügung - war im Netz zu viel los, gab es eine miserable Sprachqualität, oder der Kontakt riss gleich komplett ab. Zudem musste der Computer mit spezieller Software aufgepeppt werden und stets eingeschaltet sein, wenn man telefonieren wollte. Das Verfahren war für Privatkunden daher vor allem etwas für Technikbastler.

Mit schnellen Internetanschlüssen über DSL oder Kabel ist der Nachteil einer langsamen und ruckeligen Übertragung weggefallen. Durch neue Hardware ist man wie beim klassischen Telefon zudem rund um die Uhr erreichbar. In den USA hat sich in den vergangenen 2 Jahren der Anteil an Internettelefonaten am gesamten Gesprächsaufkommenn bereits verdoppelt, Beobachter rechnen für das laufende Jahr mit einem Anteil von mehr als 10%. Auch in Deutschland haben immer mehr Firmen Voice-over-IP-Dienste im Programm.

Inzwischen ist die Übertragungsqualität der Sprache über das weltumspannende Datennetz vom herkömmlichen Festnetzanschluss also nicht mehr zu unterscheiden. Auf der weltgrößten Computermesse CeBIT umlagern die Besucher die Stände der Anbieter von Voice over IP. Nach Einschätzung des amerikanischen IT-Forschungsinstitutes Forrester wird in etwa 15 Jahren Voice over IP alle anderen Arten der Sprachtelefonie sowohl bei den Unternehmen als auch in den Privathaushalten vom Markt verdrängt haben.

Die Angebote sind für den Firmenchef ebenso interessant wie für den Privatnutzer, denn die Kosten für Gespräche - vor allem ins Ausland - dürften deutlich unter den bisher gängigen Festnetztarifen liegen. Einzige Voraussetzung ist eben ein schneller Zugang zum Internet mit dem Breitbandanschluss DSL.

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