Telekom plant umfangreiches Angebot: VDSL macht Fernsehen lebendig

Telekom plant umfangreiches Angebot
VDSL macht Fernsehen lebendig

Von Spielfilmen mit frei wählbaren Anfangszeiten und Live-Fußballspielen bis zu Kommunikationsmöglichkeiten für Ärzte, Lehrer oder Firmen-Mitarbeiter – VDSL bietet neue Chancen in vielen Bereichen. Die Deutsche Telekom will mit einem umfangreichen Angebot eine Regulierung des Glasfasernetzes verhindern.

HB BERLIN. Hierfür will die Deutsche Telekom über ihr geplantes Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL eine breite Palette neuer Anwendungen anbieten. Dies erläuterte der Chef der Festnetzsparte T-Com, Walter Raizner, am Donnerstag in Berlin. „Wir bieten Möglichkeiten, die es eben heute noch nicht gibt.“ Genau das fordern EU-Kommission und Bundesnetzagentur für eine Ausnahme des VDSL-Netzes von einer Regulierung: Nur wenn die Telekom neue Produkte anbiete, die mit herkömmlichen Übertragungsgeschwindigkeiten nicht zu realisieren seien, könne das neue Netz von einer Regulierung befreit werden.

Die möglichen Angebote begrenzten sich nicht nur auf Unterhaltung, obwohl diese ein wichtiger Bestandteil sei, sagte Raizner. Einsatzfelder für das Netz mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit seien auch das Gesundheitswesen, der Bildungsbereich oder die Arbeitswelt. Es werde Ärzten etwa möglich sein, bei Diagnosen Kollegen per Bildschirm zu Rate zu ziehen. Auch Patienten-Arzt-Gespräche seien möglich oder das gemeinsame Lernen in Videokonferenzen.

Bilder könnten auch dreidimensional übertragen werden. Videos oder Filme würden mit 3D-Technik „lebendig“. Das VDSL-Netz vereinfache zudem den Zugang zum Internet, für den ein Bildschirm und eine Fernbedienung oder Tastatur reichten.

„Wir wollen unseren Kunden in der zweiten Jahreshälfte 2006 eine große Zahl von rund 100 Free- und Pay-TV-Sendern über unser Highspeed-Netz anbieten“, beschrieb Raizner dazu die künftigen Unterhaltungsangebote. Sendungen könnten Zeit unabhängig gesehen werden. Die Telekom hat sich außerdem die Internet-Rechte für die Übertragung der Fußball-Bundesliga der kommenden drei Spielzeiten gesichert. Kunden sollen zwischen einzelnen Spielen hin- und herschalten können, wie das bisher auch im PayTV möglich ist. Ein Spiel pro Spieltag soll in dem hochauflösenden Standard HDTV übertragen werden.

Die Telekom will bis Mitte 2006, pünktlich zur Fußball-WM, zunächst die zehn größten deutschen Städte an das neue Netz anschließen. Im Vertrauen auf entsprechende politische Rahmenbedingungen sollen die Städte ans Netz gehen und im weiteren Jahresverlauf entsprechende Dienste angeboten werden. Damit wolle die Telekom zeigen, welche neuen Möglichkeiten das Netz hat. Geplant ist dann der Anschluss von insgesamt 50 Städten für insgesamt drei Milliarden Euro bis 2007. Allerdings knüpft der Konzern den großflächigen Ausbau an einem zumindest zeitweisen Investitionsschutz.

Seite 1:

VDSL macht Fernsehen lebendig

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%