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Telekom-Überlegungen bewegen T-Online-Aktionäre

Die Überlegungen der Deutschen Telekom zur Wiedereingliederung ihrer börsennotierten Internet-Tochter T-Online schlagen unter den Kleinaktionären Wellen.

dpa DÜSSELDORF. Die Überlegungen der Deutschen Telekom zur Wiedereingliederung ihrer börsennotierten Internet-Tochter T-Online schlagen unter den Kleinaktionären Wellen.

Während die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) den Privatanlegern zum Abwarten riet, übte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) scharfe Kritik an den Gedankenspielen des Bonner Konzerns.

„Die Erfahrung zeigt, dass Anleger, die zu früh agieren, weniger bekommen“, sagte der DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker am Mittwoch. Sollte die Telekom ihre Tochter vollständig eingliedern oder einen Beherrschungsvertrag schließen, sei ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre fällig. Vorteil des Pflichtangebotes ist laut DSW, dass der Unternehmenswert gerichtlich überprüft werden kann.

„Die Anleger haben dem Unternehmen in schlechten Zeiten die Treue gehalten. Sie sollten jetzt, da T-Online wieder auf einem guten Weg ist, auch am Erfolg partizipieren können“, forderte SdK-Vorstand Markus Straub in der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch). Sollte es bei T- Online zu einem Squeeze-Out kommen, wäre dies völlig unakzeptabel - es sei denn der Abfindungspreis falle mindestens so hoch aus wie der Ausgabepreis vom April 2000. Damals mussten Erstaktionäre 27 € je Aktie bezahlen.

Zuletzt bewegte sich der Aktienkurs um die 8,70 €. Nach der Squeeze-Out-Regelung können Großaktionäre, die mehr als 95 % des Grundkapitals eines Unternehmens halten, gegen Barabfindung Minderheitsaktionäre ausschließen.

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