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Telekom-Wettbewerber profitieren bei DSL

Die Deutsche Telekom wird auch 2005 nach Einschätzung der Regulierungsbehörde Telefonanschlüsse an ihre Mitbewerber verlieren.

dpa BONN. Es sei denkbar, dass die Telekom in diesem Jahr eine Million Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) an ihre Konkurrenten abgeben werde. Das sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Regtp), Matthias Kurth am Mittwoch in Bonn. Mit derzeit 6,7 Million geschalteten DSL-Anschlüssen sei Deutschland im europäischen Vergleich führend.

Damit verfügen 17 Prozent aller deutschen Haushalte über einen DSL-Zugang. Neben der Telekom bieten nach Angaben der Behörde 60 Unternehmen breitbandige Internetanschlüsse an. Kurth sieht einen verschärften Wettbewerb auf dem zukunftsträchtigen Markt. „Der Preiswettbewerb unter den Anbietern von DSL-Anschlüssen ist im Jahr 2004 deutlich schärfer geworden“, sagte er.

Kurth hielt es für denkbar, dass die Telekom in diesem Jahr eine Million TAL an ihre Konkurrenten abgeben wird. Im vergangenen Jahr hatte die Telekom 610 000 Anschlüsse weiter vermietet. Damit stieg die Zahl auf knapp zwei Millionen. Umgekehrt bedeutet das, dass rund 95 Prozent aller von Wettbewerbern bereitgestellten Telefonanschlüsse auf einer von der Telekom angemieteten TAL basierten.

Weitere Verluste musste die Telekom im Ortsnetz hinnehmen, wo vor zwei Jahren Call-by-Call und Preselection eingeführt wurden. Ihre Konkurrenten konnten ihren Anteil dort im vergangenen Jahr auf 33 Prozent steigern. Jeder Vierte telefonierte im vergangenen Jahr über einen alternativen Anbieter. Die Marktanteile der Telekom sanken im Ortsnetz von 75 auf 67 Prozent.

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