Telekommunikation
E-Plus will mit DSL-Anbietern ins Geschäft kommen

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will nach dem erfolgreichen Start in den Discount-Markt auch ins DSL-Geschäft einsteigen. Bis auf die Telekom, Arcor und die Telefónica-Gruppe seien Partnerschaften mit allen anderen DSL-Anbietern denkbar, sagte E-Plus-Chef Michael Krammer in Düsseldorf.

dpa DüSSELDORF. Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will nach dem erfolgreichen Start in den Discount-Markt auch ins DSL-Geschäft einsteigen. Bis auf die Telekom, Arcor und die Telefónica-Gruppe seien Partnerschaften mit allen anderen DSL-Anbietern denkbar, sagte E-Plus-Chef Michael Krammer in Düsseldorf.

Allerdings will das Unternehmen anders als Vodafone, T-Mobile und O2 keine eigenen DSL- Anschlüsse vermarkten. Details nannte Krammer nicht. Auch die Erschließung neuer Kundensegmente über weitere Kooperationen im Billigsegment schloss der E-Plus-Chef nicht aus.

Als erster Mobilfunkbetreiber in Deutschland wird E-Plus zudem den Bau und die Instandhaltung seines Netzes künftig auslagern. Nokia, Alcatel oder Ericsson seien derzeit noch im Rennen, sagte Krammer. Durch das so genannte Outsourcing könnte E-Plus einen erheblichen Kostenblock einsparen. Netzplanung und Qualitätssicherung will die deutsche KPN-Tochter aber in eigner Regie weiterführen. In der Technik beschäftigt E-Plus rund 1 000 Mitarbeiter. Die Düsseldorfer hatten bereits ihre Callcenter und IT mit knapp 1 600 Mitarbeitern ausgelagert.

Krammer, der seit Jahresmitte an der Spitze des Unternehmens steht, sieht den drittgrößten deutschen Betreiber 2006 als den Wachstumsführer. Innerhalb eines Jahres habe der Anbieter seinen Marktanteil von 13,3 auf 14,8 Prozent (September 2006) gesteigert. E- Plus zählte zuletzt 12,2 Millionen Kunden.

Vor allem im Discountgeschäft laufen die Geschäfte für die Düsseldorfer derzeit rund: Bis zum Ende des dritten Quartals kamen simyo, Base, Aldi & Co auf rund 3,6 Mill. Teilnehmer. Mit den Billigmarken sei ein Anteil zwischen 15 und 20 Prozent des deutschen Mobilfunkmarktes möglich, hieß es.

Noch offen ist die Standortfrage. Krammer zufolge soll im Januar entschieden werden, ob das Unternehmen in Düsseldorf bleibt oder nach Berlin umzieht. E-Plus wird den jetzt auslaufenden Mietvertrag eines Bürogebäudes in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens wegen technischer Mängel nicht mehr verlängern.

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