Telekommunikation
E-Plus will Preisführer bleiben

Mit aggressiven Preisen und seiner Mehrmarkenstrategie will der Mobilfunkbetreiber E-Plus der Konkurrenz Kunden aus Mobilfunk- und Festnetzgeschäft abjagen. „Wir brauchen deutlich einfachere und transparentere Tarife“, sagte Geschäftsführer Thorsten Dirks am Dienstag in Düsseldorf.

dpa DüSSELDORF. Mit aggressiven Preisen und seiner Mehrmarkenstrategie will der Mobilfunkbetreiber E-Plus der Konkurrenz Kunden aus Mobilfunk- und Festnetzgeschäft abjagen. „Wir brauchen deutlich einfachere und transparentere Tarife“, sagte Geschäftsführer Thorsten Dirks am Dienstag in Düsseldorf.

Während die eigenen E-Plus- Marke im vierten Quartal mit einem Rückgang von 360 000 Kunden schwächelte, schossen die Nutzerzahlen bei den Discountern (simyo, Base) und Kooperationspartnern um 800 000 in die Höhe.

Insgesamt zählte der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber Ende 2006 rund 12,6 Millionen Kunden. Davon waren bereits ein gutes Drittel bei einem Discounter registriert. Der Umsatz der Tochterfirma der niederländischen KPN kletterte im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Marktanteil sich auf fast 15 Prozent. Marktführer bleiben weiterhin mit großem Abstand T-Mobile und Vodafone mit mehr als 30 Million Kunden.

Operativ (Ebit) schrieb E-Plus nach einem Verlust im Vorjahr (5 Mill. Euro) einen Gewinn von 227 Mill. Euro. Dirks zeigte sich mit der Entwicklung der Geschäfte zufrieden. Das Unternehmen zeige eine stetig verbesserte Entwicklung. So habe E-Plus, zum Nutzen der Verbraucher, wesentlich zu einem weiteren Verfall der Mobilfunkpreise beigetragen. „Wir haben es geschafft, die Preise nach unten zu treiben“. Das werde dazu führen, dass Kunden mehr mobil telefonieren und von den Wettbewerbern zu E-Plus wechselten.

Wachsen will die deutsche KPN-Tochter aber auch durch das Abziehen von Telefonminuten aus dem Festnetz. Dort liege erhebliches Wachstumspotenzial, das E-Plus für den wirtschaftlichen Erfolg nutzen wolle. Dirks: „Wir werden Verkehr vom Festnetz abziehen und mobil machen“. Auch Vodafone hatte vor einiger Zeit vor dem Hintergrund der zunehmenden Marktsättigung im Mobilfunk den Angriff aufs Festnetz gestartet.

UMTS-Dienste stehen anders als bei den Konkurrenten bei E-Plus unterdessen nicht im Fokus. Dirks will sich ganz auf die klassischen Sprachdienste einschließlich SMS konzentrieren. In diesem Bereich erwirtschafte das Unternehmen mehr als 95 Prozent des Umsatzes.

Über die geplante Ausgliederung der Netztechnik ist nach Worten von Dirks noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Zu den Favoriten zählen die Telekom-Ausrüster Alcatel Lucent, Nokia und Ericsson. Bis spätestens Ende März soll eine Entscheidung fallen. Relativ schnell will Dirks über den künftigen Standort von E-Plus entscheiden, der entweder Berlin oder weiterhin Düsseldorf heißen wird.

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