Telekommunikation
Ericsson steigert Gewinn um 17 Prozent

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im dritten Quartal 2006 seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Überschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 6,2 Mrd. Kronen (670 Mill. Euro), wie der weltgrößte Ausrüster für Mobilfunknetze in Stockholm mitteilte.

dpa STOCKHOLM. Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im dritten Quartal 2006 seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Überschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 6,2 Mrd. Kronen (670 Mill. Euro), wie der weltgrößte Ausrüster für Mobilfunknetze in Stockholm mitteilte.

Dabei profitierten die Schweden von einem Einmalertrag in Höhe von 3,0 Mrd. Kronen aus dem Verkauf der Rüstungssparte. Positiv schlug auch die Beteiligung am Handy-Hersteller Sony Ericsson zu Buche. Belastet wurde das Ergebnis erneut von der Integration des übernommenen Konkurrenten Marconi. Für Restrukturierungen mussten im dritten Quartal 2,9 Mrd. Kronen aufgewendet werden.

Der Quartalsumsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf 40,8 Mrd. Kronen. Das Wachstum werde im kommenden Jahr nach ersten Einschätzungen vor allem durch die Breitband-Technologie unverändert bleiben, sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg.

Ericsson profitiert von der Aufrüstung der Handy-Netzwerke für Breitbanddienste. Die Mobilfunkanbieter versprechen sich davon höhere Umsätze mit Datendienste. Umsatzrückgänge in der Sprachtelefonie sollen so ausgeglichen werden. Abgesehen von Amerika verbuchten die Schweden auf allen Kontinenten Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich, vor allem Asien legte zu.

Mit dem Kauf des britischen Konkurrenten Marconi hatte Ericsson die Konsolidierung der Telekomausrüster-Branche eingeläutet. So fusioniert Alcatel mit Lucent und Siemens und Nokia bündeln ihr Netzwerkgeschäft. Ericsson fährt seinen Umsatz bislang vor allem mit dem Bau von Handy-Netzwerken ein, während Festnetz-Infrastruktur nur einen Bruchteil der Erlöse beisteuert. Mit der Übernahme der auf Festnetz-Technologien spezialisierten Marconi baut Vorstandschef Svanberg diesen Bereich nun aus.

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