Telekommunikation
Regulierer startet Anhörung zu Telekom-Glasfasernetz

Die Bundesnetzagentur will die Rahmenbedingungen für die Aufsicht über das geplanten Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz der Telekom festlegen. Die Telekom und deren Konkurrenten hätten nun bis zum 19. April Zeit, Stellung zu beziehen, teilte die Behörde in Bonn mit.

dpa BONN. Die Bundesnetzagentur will die Rahmenbedingungen für die Aufsicht über das geplanten Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz der Telekom festlegen. Die Telekom und deren Konkurrenten hätten nun bis zum 19. April Zeit, Stellung zu beziehen, teilte die Behörde in Bonn mit.

Mit der Anhörung will der Regulierer eine genaue Definition der neuen Produkte schaffen, die mit dem neuen Netz möglich werden sollen. Bislang ist noch unklar wie dieser „neue Markt“ aussehen soll.

Die Bundesregierung will das Glasfasernetz für eine befristet Zeit von der Regulierung befreien und damit der Telekom „Pioniergewinne“ für diesen Markt ermöglichen. Die Regierung begründete dies mit der Schaffung eines „neuen Marktes“, ohne sich dazu allerdings konkret zu äußern. Die Europäische Kommission und die Konkurrenten der Telekom befürchten Wettbewerbsnachteile und haben daher Bedenken angemeldet. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke beteuerte allerdings in einem am Mittwoch vorab verbreiteten Interview mit der „Wirtschaftswoche“: „Es wird kein Monopol geben“. Sein Unternehmen habe ein „hohes“ Interesse an Kooperationen mit anderen.

Die Telekom will drei Mrd. Euro in das Glasfasernetz investieren und damit die Voraussetzung für so genannte „Triple Play“-Angebote schaffen, also die Bündelung von Internet, Telefonie und Medieninhalte. Ricke verspricht sich davon zusätzliche Einnahmen, mit denen der Umsatzrückgang im Festnetzgeschäft abgefedert werden soll.

Der Manager kündigte zudem an, künftig auch Internetkonzerne wie Google und Yahoo! für die Nutzung der Telekom-Netze zur Kasse bitten zu wollen. Es gebe in der Branche die Diskussion, wie diese Unternehmen Nutzungsentgelte entrichten könnten. „Es kann nicht sein, dass Infrastrukturbetreiber wie die Telekom immer wieder investieren und andere davon profitieren.“

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