Telekommunikation
Studie: Großes Potenzial für IT-Branche

In bisher wenig beachteten Informationstechnologien (IT) schlummern nach Expertenansicht große Wachstumschancen für deutsche Unternehmen. Eine Studie mit dem Titel „Zukunft digitale Wirtschaft“ stellt sechs Felder heraus, in denen viel Potenzial steckt.

dpa BERLIN. In bisher wenig beachteten Informationstechnologien (IT) schlummern nach Expertenansicht große Wachstumschancen für deutsche Unternehmen. Eine Studie mit dem Titel „Zukunft digitale Wirtschaft“ stellt sechs Felder heraus, in denen viel Potenzial steckt.

Dazu gehören etwa das Fernsehen per Internet oder mit dem Mobiltelefon, Bauteile und Programme für elektronische Geräte und Systeme zur Erkennung von Menschen (Biometrie). Der Branchenverband Bitkom stellte die Untersuchung am Mittwoch in Berlin vor, wenige Tage vor dem ersten nationalen IT-Gipfel.

Für kommenden Montag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rund 100 Unternehmer und Forscher zu einem Treffen nach Potsdam eingeladen. Von der Konferenz verspricht sich Bitkom-Präsident Willi Berchtold ein Aufbruchsignal für die Branche, in der etwa 800 000 Menschen arbeiten. Er verlangte, das Thema Bildung ins Zentrum der Tagung zu stellen. „Der ehemals größte Standortvorteil, gut ausgebildete Kräfte, entwickelt sich allmählich zu einem Standortnachteil“, sagte Berchtold. „Hightech-Politik ist in allererster Linie Bildungspolitik.“

In den aufstrebenden IT-Sektoren dürften sich die weltweiten Umsätze bis zum Jahr 2010 auf rund 360 Mrd. Euro verdoppeln, erwartet Bitkom. Die Studie, an der die Beratungsfirma Roland Berger mitwirkte, nennt auch Dienstleistungen wie Rechnerkapazitäten und externe Speicher sowie die Verwaltung von Urheberrechten an digitalen medialen Inhalten als zukunftsträchtige Bereiche. „Die deutsche Hightech-Industrie muss sich auf diese Technologien von morgen konzentrieren und hier eine Spitzenposition auf den Weltmärkten erreichen“, sagte Berchtold.

Sehr besorgt ist Bitkom über den Mangel an Fachkräfte. Nie zuvor hätten wie jetzt knapp 50 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, dass sie die gewünschten Mitarbeiter nicht finden könnten, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Berchtold fügte hinzu, der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern sei ein Symptom für die Schwäche des deutschen Bildungssystems. Schon die Schulen müssten durch moderne Unterrichtskonzepte, mehr Praxisbezug sowie eine bessere Ausstattung mit Computern und Internetzugängen Begeisterung für technische Themen bei den Schülern wecken.

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