Telekommunikation
SZ: Müntefering bremst Telekom bei Stellenwechsel

Die Deutsche Telekom ist nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ mit ihrem Vorhaben gescheitert, etwa 2000 Beamte auf Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit unterzubringen.

dpa MüNCHEN. Die Deutsche Telekom ist nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ mit ihrem Vorhaben gescheitert, etwa 2000 Beamte auf Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit unterzubringen.

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) habe dies abgelehnt. Die Pläne der Telekom zum Personalabbau würden damit in Gefahr geraten. Leider sehe er keine Möglichkeit, die derzeit im Rahmen der Amtshilfe bei den Arbeitsgemeinschaften beschäftigten Bediensteten der Deutschen Telekom auf die eingerichteten Dauerarbeitsstellen zu übernehmen, schreibt Müntefering laut SZ in einem Brief an den kommissarischen Personalvorstand der Telekom, Karl Gerhard Eick.

Die Telekom will ihre Kosten durch einen Abbau von Stellen reduzieren, derzeit arbeiten dort 160 000 Menschen. Vor allem die 46 000 Beamten, die beim ehemaligen Monopolisten auf der Gehaltsliste stünden, bereiteten dem Konzern Kopfzerbrechen. Experten gehen nach dem Bericht davon aus, dass die Telekom mindestens 20 000 Beamte zu viel an Bord hat. Weil sie unkündbar sind, blieben zwei Auswege: Pensionierung oder Versetzung zu einer Behörde.

Nach SZ-Informationen sind die Telekom und Teile der Bundesregierung über Münteferings Nein verärgert. Denn die Telekom- Tochter Vivento hatte der Bundesanstalt für Arbeit (BA) und den Kommunen vor zwei Jahren bei der Umsetzung der Arbeitsmarktreform Hartz IV geholfen, hieß es. Damals brauchten die Arbeitsgemeinschaften dringend Personal, um die Langzeitarbeitslosen zu betreuen.

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