Telekommunikation
Telekom startet Fernsehangebot

Die Deutsche Telekom hat am Dienstag ihr Fernsehangebot gestartet. Die Pakete aus Internet, Telefonie und TV- Inhalten seien ab sofort buchbar, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit. Die Preise für die Bündelangebote liegen zwischen 80,84 und 90,84 Euro pro Monat.

dpa BONN/MüNCHEN. Die Deutsche Telekom hat am Dienstag ihr Fernsehangebot gestartet. Die Pakete aus Internet, Telefonie und TV- Inhalten seien ab sofort buchbar, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit. Die Preise für die Bündelangebote liegen zwischen 80,84 und 90,84 Euro pro Monat.

Sie sind nur im neuen Hochgeschwindigkeitsnetz Vdsl verfügbar, das bisher in zehn deutschen Ballungsgebieten gebaut wurde. Bis zum kommenden Jahr soll das Netz auf weitere Städte ausgeweitet werden. Ursprünglich wollte die Telekom die so genannten „Triple-Play“-Pakete zur Fußball-WM starten, dies wurde allerdings durch technische Probleme verzögert.

Das TV-Angebot über das Internet (Iptv) umfasst 100 Programme, davon 60 frei empfangbare Sender. Die Telekom hatte als Zugpferd für das Angebot für rund 50 Mill. Euro die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga gekauft. Der Empfang des Fußball-Angebots kostet zusätzlich zehn Euro pro Monat. T-Home gilt als wichtiger Hoffnungsträger des Telefonkonzerns, der unter dem schwindenden Festnetzgeschäft leidet.

Experten räumen den Anbietern von Triple-Play-Angeboten gute Wachstumschancen sein. „Bis zum Jahr 2011 könnten bis zu zwölf Mill. deutsche TV-Haushalte diese neuen Bündelangebote nutzen“, sagte Thomas Künstner, Medienexperte bei der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton, in München der dpa-AFX. Derzeit steckt der Markt für so genannte „Triple-Play“-Angebote noch in den Kinderschuhen. Seinen Optimismus begründete Künstner mit der Entwicklung in anderen Ländern. So haben in Frankreich bereits zwei Mill. Haushalte entsprechende Pakete bei den Anbietern gebucht.

Der Markt für TV- und Videodistribution wird nach Einschätzung von Booz Allen Hamilton innerhalb von sechs Jahren um ein Viertel auf über 20 Mrd. Euro steigen. Auf Grund ihrer Erfahrung mit dem Kundenmanagement sieht Künstner die Kabelnetz- und Telekomfirmen im Vorteil gegenüber klassischen Medienanbietern wie Prosiebensat.1. Der Telekom traut Künstner „mittelfristig“ eine Führungsposition in dem Markt zu.

Neben der Telekom drängen die deutschen TV-Kabelnetzbetreiber in das junge Geschäftsfeld. Nach Angaben des Deutschen Kabelverbands sollen bis zum Jahr 2008 rund 90 Prozent aller Kabelanschlüsse internetfähig sein. Derzeit könnten rund die Hälfte der Kunden über das TV-Kabel ins Internet gehen. Durch die Nutzung von Triple-Play-Angeboten könnten die Kunden bis zu 220 Euro jährlich sparen, teilte der Verband in Berlin mit.

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