Telekommunikation
Telekom-Umbau: ver.di kündigt massiven Widerstand an

Der Streit um den Umbau der Deutschen Telekom wird heftiger. Die Gewerkschaft ver.di warf dem Vorstand des Bonner Konzerns am Donnerstag vor, die Beschäftigten zu brüskieren.

dpa BERLIN/BONN. Der Streit um den Umbau der Deutschen Telekom wird heftiger. Die Gewerkschaft ver.di warf dem Vorstand des Bonner Konzerns am Donnerstag vor, die Beschäftigten zu brüskieren.

„Offenbar sucht die Unternehmensführung die Konfrontation mit den eigenen Beschäftigten und der Gewerkschaft. Damit gerät die Arbeitsfähigkeit des gesamten Unternehmens ernsthaft in Gefahr“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Donnerstag in Berlin. Der Vorstand schlage das Kooperationsangebot von ver.di zu einer gemeinsamen Serviceoffensive offensichtlich aus und halte an den Umbauplänen zu Lasten der Beschäftigten fest. Das gehe aus einem aktuellen Telekom-Schreiben an die Beschäftigten hervor.

„Wir stehen zur Verfügung“, erklärte dagegen ein Sprecher der Deutschen Telekom am Donnerstag in Bonn. Das Unternehmen begrüße die Gesprächsbereitschaft von ver.di. Die Deutsche Telekom wolle Beschäftigung sichern und gleichzeitig den Service verbessern. Mit dem Konzept „Unternehmen im Unternehmen“, das auch für die neuen Servicebereiche angewandt werden soll, habe der Bonner Konzern beste Erfahrungen gemacht. So werde die T-Punkt Vertriebsgesellschaft in diesem Jahr 1 500 neue Stellen schaffen und 200 Shops eröffnen. „Damit haben wir in den drei Jahren seit der Schaffung dieser Einheit die Anzahl der Shops fast verdoppelt“, unterstrich er.

Laut ver.di bekräftigt die Unternehmensführung in dem Schreiben ihre Absicht, an der Gründung der umstrittenen T-Service-Sparte festzuhalten. Beteuerungen, dass mit der Ausgliederung keine Verkaufsabsichten verbunden seien, sind aus Sicht von ver.di unglaubwürdig. Bereits jetzt würden immer wieder Unternehmensteile veräußert. Offensichtlich verfolge das Management das Ziel, den Konzern zu filetieren und reif zu machen für einen Teilverkauf, meinte Schröder. Er kündigte massiven Widerstand von Beschäftigten und ver.di gegen Auslagerungspläne und Lohnkürzungen an. „Eine Zerschlagung der Telekom ist mit uns nicht zu machen“, betonte er.

„Es ist absurd, bei den T-Service-Plänen von einer Filetierung des Konzerns zu sprechen. Die Deutsche Telekom will eben keinen Verkauf der Service-Einheiten an Dritte“, sagte der Konzernsprecher und wies damit die Befürchtungen als unbegründet zurück. Das habe der Vorstand in dem Schreiben an die Mitarbeiter klar gestellt.

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