Telekommunikation
ver.di unterbricht Verhandlungen mit Telekom über Stellenabbau

Die Führungsspitze der Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Gespräche über den drastischen Stellenabbau unterbrochen. Die Pläne der Telekom müssten vom Tisch und der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen über 2008 hinaus verlängert werden.

dpa BONN. Die Führungsspitze der Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Gespräche über den drastischen Stellenabbau unterbrochen. Die Pläne der Telekom müssten vom Tisch und der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen über 2008 hinaus verlängert werden.

Das erklärte ver.di-Vorstandsmitglied Franz Treml nach Angaben der Gewerkschaft vom Donnerstag. Anfang November hatte die Telekom angekündigt, sich in den kommenden drei Jahren von 32 000 Beschäftigten zu trennen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

Betroffen von den Sparplänen ist vor allem die Festnetzsparte T- Com. Insgesamt beschäftigt der Bonner Riese konzernweit in Deutschland etwa 170 000 Mitarbeiter. Gegen den Arbeitsplatzabbau haben zahleiche Telekom-Beschäftigte in den vergangenen Wochen protestiert. Ein Sprecher der Telekom sagte der dpa, dass beide Seiten den derzeitigen Gesprächsstand über den Personalabbau und -aufbau intern erörtern wollten. Dabei soll versucht werden, kurzfristig einen neuen Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen anzuberaumen.

ver.di forderte in der dritten Verhandlungsrunde erneut mit Nachdruck eine Innovations-, Qualitäts- und Serviceoffensive. Damit ließe sich die Beschäftigungssituation nachhaltig verbessern. Insgesamt gestalteten sich die Verhandlungen „äußerst schwierig“. ver.di-Vize Treml, der auch stellvertretender Vorsitzender des Telekom-Aufsichtsrates ist, kündigte an, dass die Protestaktionen gegen den Stellenabbau fortgesetzt würden. Die Telekom möchte die Verhandlungen mit ver.di bis zum 15. Dezember abschließen. An diesem Tag will der Aufsichtsrat die Sparpläne des Vorstands absegnen.

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