Telekommunikations-Markt
Scharfer Wettbewerb drückt Preise und Umsätze

Zehn Jahre nach der Marktöffnung kommt der Wettbewerb in der Telekommunikation immer mehr in Schwung. Auf der Jagd nach Kunden drücken die Anbieter die Preise und versuchen, einander mit Pauschaltarifen und Schnäppchenangeboten auszustechen.

dpa KÖLN. Nach der neuesten Untersuchung des Branchenverbandes VATM wird die Branche 2007 zum dritten Mal in Folge preisbedingt leicht um 2,8 Prozent schrumpfen und 63,4 Mrd. Euro umsetzen. Angesichts des harten Wettbewerbs rechnet VATM-Präsident Gerd Eickers auch 2008 mit einem Umsatzrückgang von 1,5 Prozent.

Wachstumstreiber im Telekom-Markt sind nach der Studie, die die Duisburger Dialog Consult auf der Basis einer Mitgliederbefragung unter den VATM-Mitgliedern jährlich erstellt, Breitbandanschlüsse im Festnetz und der Mobilfunk. Im Festnetz bleibt die Telekom weiterhin mit einem Anteil von knapp 63 Prozent marktbeherrschendes Unternehmen. Bei den klassischen Telefonanschlüssen sind es sogar mehr als 80 Prozent. Durch die Preise, die die Wettbewerber an den Ex-Monopolisten für Vorleistungen zahlen müssen, tragen sie erheblich zu den Telekom-Umsätzen bei.

Der Breitbandboom geht nach weiteren Angaben des VATM unvermindert weiter. Bis Ende 2007 soll die Zahl der DSL-Anschlüsse um 27 Prozent auf mehr als 19 Mill. ansteigen. Damit würde rechnerisch etwa jeder zweite Haushalt in Deutschland über einen schnellen Internetzugang verfügen. Gewinner im DSL-Geschäft wird laut Dialog Consult die Deutsche Telekom mit einem Zuwachs von zwei Mill. Anschlüssen sein.

Leicht rückläufig sind laut VATM auch die Umsätze auf dem deutschen Mobilfunkmarkt - trotz steigender Handynutzung und wachsender Marktdurchdringung. Ende 2007 werden 96,4 Mill. SIM- Karten in Umlauf sein. Am meisten telefonieren die Verbraucher mit ihrem Handy ins Festnetz, gefolgt vom eigenen Mobilfunknetz. Im kommenden Jahr soll bei den SIM-Karten erstmals die Zahl von 100 Mill. überschritten werden.

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