Teles plant Angebot von Netzzugängen über die DVB-T-Antenne
Mobiles Internet aus der Luft

Die Teles AG bringt eine weitere Variante mobiler Internetübertragung ins Gespräch. Auf der Ifa in Berlin zeigt das Unternehmen drahtloses Breitband-Internet über die digitale Fernsehtechnik DVB-T.

hsn DÜSSELDORF. Die Firma plant, diesen Dienst als Alternative zur Funkübertragung per Wimax in Berlin-Brandenburg flächendeckend anzubieten, die Landesmedienanstalt wolle aber bislang nicht die notwendigen Frequenzen zur Verfügung stellen, sagt der Vorstandsvorsitzende von Teles, Sigram Schindler. "Die Technik ist seit zwei Jahren marktreif, die Investitionsmittel sind von uns bereitgestellt, doch die Behörden blockieren deren Einsatz", sagt Schindler.

Da in der Hauptstadtregion ein DVB-T-Kanal mit einer hohen Sendeleistung zur Verfügung steht, könnte das Unternehmen mit der Fernsehübertragungstechnik einen Super-Hotspot mit einer Reichweite von über 50 Kilometern um die beiden DVB-T-Sender von Berlin/Potsdam einrichten. Auf einen Schlag könnten so bis zu 15 000 Nutzer drahtlos mit mobilem Breitband-Internet versorgt werden.

Laut Teles sind für den Datenempfang bis zu 16 Megabit pro Sekunde realisierbar. Als Rückkanal würde eine UMTS-Datenleitung eingerichtet. "Wir haben bereits mit den UMTS-Netzbetreibern gesprochen, die würden uns einen Direktkanal zu besonderen Konditionen zur Verfügung stellen", sagt Schindler. Das mobile Breitband-Internet per DVB-T soll den Zugang per Satellit (Sky-DSL) ergänzen.

Ralf Schäfer, Leiter der Abteilung Bildsignalverarbeitung am Heinrich-Hertz-Institut in Berlin, ist skeptisch, ob sich der von Teles angestrebte Internetzugang durchsetzen wird. "Gerade in Ballungszentren gibt es ausreichend Alternativen", sagt der Forscher. Da sei es für die Medienanstalten nicht sinnvoll, die knappen Frequenzen von DVB-T für Internetübertragung zu vergeben.

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