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Time Warner steigert Gewinn kräftig

Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner hat im Schlussquartal und 2004 insgesamt auch wegen seines ertragsstarken Kabelfernsehgeschäfts die Gewinne kräftig erhöht. Der Onlinedienst America Online litt weiter unter starkem Kundenschwund, doch gab es eine Steigerung der Werbeeinnahmen.

dpa NEW YORK. Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner hat im Schlussquartal und 2004 insgesamt auch wegen seines ertragsstarken Kabelfernsehgeschäfts die Gewinne kräftig erhöht. Der Onlinedienst America Online litt weiter unter starkem Kundenschwund, doch gab es eine Steigerung der Werbeeinnahmen.

Der Jahresumsatz wuchs um 6,3 Prozent auf 42,1 Mrd. Dollar (32,4 Mrd Euro), der Jahresgewinn stieg auf 3,4 (Vorjahr: 2,6) Mrd. Dollar. Der Konzern kündigte am Freitag in New York an, sich nach weiteren attraktiven Investments umzuschauen.

Time Warner verdoppelte seinen Gewinn im Schlussquartal nahezu und verdiente 1,1 Mrd. Dollar gegenüber 639 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie lag bei 24 (14) Cent, während Wall Street im Schnitt von 16 Cent je Aktie ausgegangen war. Der Quartalsumsatz legte auf 11,1 (10,9) Mrd. Dollar zu.

Der Onlinedienst America Online litt im vergangenen Jahr weiter unter starkem Kundenschwund, doch gab es eine Steigerung der Werbeeinnahmen. Der AOL-Umsatz stieg deshalb um ein Prozent auf 8,7 Mrd. Dollar. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisation legte auf 934 (Vorjahr: 662) Mill. Dollar zu. AOL verlor in den USA zwei Millionen Kunden und hatte zum Jahresende noch 22,2 Mill. Nutzer. Bei der AOL Europe gab es 6,3 Millionen Kunden, das waren 49 000 weniger als vor Jahresfrist.

Time Warner Cable steigerte den Umsatz um zehn Prozent auf 8,5 Mrd. Dollar und profitierte dabei von höheren Werbeeinnahmen sowie stark gestiegenen DSL- und digitalen Videodienst-Einkünften. Die Sparte zählte 10,9 Mill. Kabelfernsehkunden und 3,9 Mill. DSL-Kunden.

Die Time Warner-Filmsparte erhöhte ihren Umsatz mit gestiegenen Fernseheinnahmen und DVD-Verkäufen sowie mit starken Besucherzahlen für den Spielfilm „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, „Troja“ und „Last Samurai“. Die Filmstudios Warner Bros. und New Line hatten 2004 gemeinsam zum vierten Mal in Folge die globale Spitzenposition.

Die Kabelfernsehsender Turner und HBO sowie WB Network steigerten ihren Umsatz dank hoher Werbeeinnahmen um sieben Prozent auf 9,1 Mrd. Dollar. Die Magazin- und Buchverlagssparte legte mit Titeln wie „Time“, „Fortune“, „Sports Illustrated“ und „Entertainment Weekly“ indes nur um ein Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar Umsatz zu, obwohl die Werbeeinnahmen und die Abo-Einkünfte kräftig stiegen. Es fehlten die Umsätze der im vergangenen Jahr verkauften „Time Life“.

„Mit zunehmender finanzieller und strategischer Flexibilität“, schaue sich der Konzern nach Investments um, mit denen er attraktive Ergebnisse verbuchen und Wachstumsmöglichkeiten ausnutzen könne, sagte Konzernchef Dick Parsons. Ein Joint Venture von Time Warner und Comcast, den beiden größten US-Kabelfernsehbetreibern, hat nach unbestätigten Berichten ein Angebot von mehr als 17 Mrd. Dollar für Adelphia Communications gemacht. Adelphia verfügt über Kabelfernsehsender von Pennsylvania bis Kalifornien. Das Unternehmen ist nach großen Bilanzbetrügereien seit 2002 in Insolvenz.

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