Tipps gegen Spionagesoftware
Spyware in Schach halten

Um Spionagesoftware keine Chance zu lassen, reicht die Installation einer Abwehrsoftware nicht aus. Der Anwender muss sein Verhalten im Internet der erhöhten Bedrohungssituation anpassen.

hiz DÜSSELDORF. Umfragen zeigen, dass neun von zehn Computern durch Spyware infiziert sind. Um der Bedrohung durch Spionage über das Internet Herr zu werden, muss sich der Internetsurfer der Gefahr bewusst sein. Neben dem Einsatz von Abwehrsoftware ist das leichtsinnige Verhalten der Anwender oft Grund für die Verseuchung der Rechner.

"Neben dem Einsatz zeitgemäßer Anti-Malware-Lösungen ist ein Umdenken bei den Internet- und E-Mail Nutzern zwingende Vorraussetzung für einen sauberen PC. Durch immer raffiniertere Technologien und den Einfallsreichtum der Programmierer derartiger Tools ist eine erhöhte Wachsamkeit und Skepsis durchaus sinnvoll", betont Markus Mertes, Bereichsleiter Marketing beim Anti-Viren Hersteller Panda Software.

Einfache Tipps der Experten können helfen die Chance einer Infektion zu verringern:

  • Häufig erreicht Spyware den Rechner über Softwaresicherheitslücken. Deshalb ist es wichtig, die neusten Patches der Hersteller einzuspielen und seine Software auf dem neusten Stand zu halten.
  • Beim installieren eines neuen Programms sollten die Lizenzbestimmungen genau gelesen werden. Oftmals werden mit Free- oder Shareware Programmen auch Spionnageanwendungen installiert.
  • Die Eingabe der Webseite in den Browser sollte genau überprüft werden. Viele Spywareprogramme nutzen Webseiten mit Domains, die bekannten Seiten ähneln: googkle.com ist nur ein Beispiel für diese Verwirrungsspielchen. Ein Tippfehler kann schnell zum Verhängnis werden.
  • Der Download von P2P File Sharing Systemen kann in Sachen Spyware Folgen haben. Viele der angebotenen Dateien sind in wirklichkeit keine MP3-Songs, sondern locken bloß mit den entsprechenden Namen. Anstatt der gewünschten Musik erhält man oft Viren oder Spyware - mal ganz von der Legalität dieser P2P-Börsen abgesehen.
  • Seiten mit illegalen Downloadmöglichkeiten, Hacking Tools oder ähnlichem sollten gemieden werden, auf ihnen gehört Spyware häufig zur Standardausstattung. Nicht nur Spyware kann hier automatisch herunter geladen werden, sondern auch Malware, die dann für weitere Schadprogramme auf dem Rechner sorgt.
  • Eine aktuelle Anti-Malware Suite ist heute ein Muss für jeden Rechner der Internetverbindung hat. Diese Lösungen sollten vor bekannten und unbekannten Bedrohungen schützen um die gefährliche Reaktionszeit vom Erscheinen eines neuen Virus bis zur Bereitstellung der Virussignaturdatei zu überbrücken.
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