Toshiba verschiebt US-Start seines Videosystems
Wende im Kampf der neuen DVD-Formate

Der japanische Technologiekonzern Toshiba wird entgegen früheren Ankündigungen seinen neuen Videoabspieler "HD-DVD" nun doch erst nach Weihnachten auf den wichtigen US-Markt bringen. Das teilte Toshiba in Tokio mit.

HB BERLIN. Damit erleidet der größte Verfechter des so genannten High-Definition-Videostandards (HD-DVD) einen Rückschlag im Kampf um die neue Generation der Videosysteme. Rivalisierende Industriegruppen ringen um die Vorherrschaft bei der nächsten DVD-Generation. Sie haben mit der "Blu-ray" und "HD-DVD" zwei konkurrierende Nachfolge-Formate entwickelt.

Toshiba erklärte, amerikanische Softwarelieferanten hätten zu erkennen gegeben, dass sie im wichtigen Weihnachtsgeschäft keine Umstellung auf neue Formate wünschten. Bei den Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um die Filmindustrie. Die Verzögerung ist eine Schlappe für den japanischen Konzern, der sich einen Vorsprung vor der Sony-geführten Blu-Ray-Allianz sichern wollte. Noch vor einiger Zeit hatten Hollywood-Studios angekündigt, sie wollten bis zu 100 aktuelle Kinohits auf HD-DVD in die Regale bringen.

Die Konkurrenz "Blu-Ray" (Sony, Panasonic) biegt derweil in die Zielgerade ein. Zum Beispiel seien Standardisierungs-Fragen geklärt, berichteten die hinter dem hochauflösenden Standard stehenden Unternehmen zu Beginn der Ifa. Die Markteinführung in den USA ist für Anfang kommenden Jahres geplant.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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