Traditionsunternehmen
Grundig will wieder nach vorne kommen

Trotz eines bislang enttäuschenden Geschäftsjahres strebt das Nürnberger Traditionsunternehmen Grundig hohe Umsatzsteigerung an. Der neue Geschäftsführer Hans-Peter Haase will das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen.

HB BERLIN. Für 2006/07 solle ein Umsatz von 500 Mill. Euro erreicht werden, sagte Grundigs neuer Geschäftsführer am Donnerstag vor Beginn der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin. Er räumte jedoch ein, das aktuelle Geschäftsjahr sei bislang nicht zufrieden stellend verlaufen, auch wenn die Fußball-WM Impulse gegeben habe. Zuletzt lag der Umsatz den Angaben zufolge bei rund 420 Mill. Euro.

Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Haase sagte: "Grundig soll zu den Top-Marken für Consumer Electronics in Europa gehören und sich dauerhaft im mittleren und höheren Preissegment etablieren." Noch stehe das Unternehmen aber nicht da, wo es hingehöre. Wir werden die Kosten auf den Prüfstand stellen." Wichtig sei, das Grundig ein Unternehmen sei, das seine Produkte selbst entwickle und gestalte.

Haase will Grundig auf Erfolg trimmen

"Wir wollen von der Mitte wieder nach vorne kommen", sagte Haase zudem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. Er schloss auch Stellenstreichungen im Zuge von Sparmaßnahmen nicht aus. Die Marke Grundig habe mit 95 Prozent Bekanntheitsgrad eine "ungeheure Kraft". Dies zu nutzen sei seine Aufgabe. Haase war Anfang August Chef des inzwischen von Konzernen aus der Türkei und Großbritannien übernommenen Traditionsunternehmens geworden. Er saß zuvor bereits im Grundig-Aufsichtsrat und im Vorstand der Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH.

"Ich stelle alles auf den Prüfstand, um in der Summe eine Kostenersparnis zu erreichen", sagte Haase zu den Spaßmaßnahmen. Mit dem "Grundig Plus"-Programm drehe man an allen "Stellschrauben", überprüfe die Kostenseite und optimiere Prozesse. Haase betonte, ihm seien auch die Menschen bei Grundig wichtig. Es gehe darum, die Arbeitsplätze so gut es geht zu sichern. "Aber ich kann nicht garantieren, dass alle im Boot bleiben, die jetzt dabei sind." Derzeit arbeiten rund 200 Menschen für Grundig in Deutschland, weitere 250 arbeiten im Ausland.

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