Trendmarks
Sozialer Suchen

Alles wird sozialer und alles wird offener derzeit im Netz - OpenID, der digitale Hausschlüssel, Open Social, die totale Vernetzung aller sozialen Netzwerke, warum also nicht auch ein echter Open Search Ansatz?

Open Search meint nicht die technologische Frage der Ausgabe von Suchergebnissen in einem einheitlichen Format. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Begriff das "gläserne Google" - eine Suchmaschine, bei der Datenbasis und Ranking-Algorithmus kein Staatsgeheimnis sind.

Die Wikipedia der Suche

Ein solcher Ansatz könnte zu einer echten und ernsthaften Konkurrenz für den Platzhirsch Google werden. "Der Einsatz der Schwarmintelligenz der Internetnutzer ist aktuell wohl das Einzige, was Google wirklich gefährlich werden kann, zumindest weit mehr als "Microhoo" oder andere Fusionen und Übernahmen in der Branche", so Malte Hasse, Co-Leiter des Arbeitskreises Zukunftstrends im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und stellvertretender Geschäftsführer der Berliner Agentur A&B FACE2NET GmbH.

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet der Wikipedia Gründer Jimmy Wales hinter dem ersten Ansatz dieser Art steckt - Wikia Search, so der Name seines ehrgeizigen Projekts. "Der Trend zu sozialen Anwendungen im Netz ist ungebrochen", so Malte Hasse, "aber was derzeit noch fehlt, ist eine echte Suchcommunity im Netz, weltweit agierend und alle Interessen und Ansichten vereinend, sowohl private, als auch kommerzielle."

Markt-Relevanz/-Potential

"Wer nicht gefunden wird, existiert nicht" - diese Suchmaschinenweisheit gilt schon lange. Wenn jedoch die Suchergebnislisten nicht mehr von Maschinen und Algorithmen bestimmt werden, sondern mit Hilfe der "Schwarmintelligenz" der Nutzer, dann wird es für Produkt- und Informationsanbieter noch wichtiger als jetzt wirklich relevante Inhalte und echten Mehrwert im Netz zu bieten. Gegen das, was da als Herausforderung auf alle zukommt, die im Netz gefunden werden wollen, ist der derzeitige Hype um relevante Inhalte und Kundendialog im Web 2.0 nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Thema Suchmaschinenoptimierung wird vor diesem Hintergrund ebenfalls in ein völlig neues Zeitalter eintreten.

Nutzerakzeptanz

Für den Nutzer immer nur das Beste! Dieser Weisheit hat Google seinen Aufstieg zu verdanken. Eine zeitlang bessere Suchergebnisse als die Konkurrenz zu liefern, kombiniert mit einfachster Usability - fertig war die Vormachtstellung. Einem echten Open Search Projekt, dass die Nutzer mit einbezieht, verständlich aufbereitet ist und relevante Ergebnisse liefert, sollte es nicht schwer fallen, die Erfolgsstory beispielsweise der Wikipedia zu wiederholen. Qualität, Charme und Simplicity bleiben die Schlüssel zum Erfolg.

Technologische Herausforderung

Da hat man gerade mal Google verstanden und sich mit Hilfe teurer SEO Dienstleister standesgemäß positioniert, und schon soll wieder alles anders werden? Ein Alptraumszenario für Marketing- und Online-Verantwortliche. Aber: Wer das Web 2.0 bereits verstanden hat und in der Lage ist, sich hier gut aufzustellen, der steht auch für die nächste Herausforderungen auf der Pole Position und hat damit potentiell freie Fahrt statt bei der Aufholjagd dauernd im Verkehr stecken zu bleiben. Und: Die inhaltliche Herausforderung ist potentiell größer als die technologische!

Fazit

Wer sich für die Internetsuche der Zukunft rüsten will, sollte daher schon jetzt die Trends des Reputationsmanagement im Web 2.0 verinnerlichen. Wenn die soziale Suche dann zur Realität wird, ist es nur ein kleiner Schritt und kein Quantensprung. Im Prinzip ist es wie bei der Software-Evolution: Wer alle Minor und Major Updates mitmacht, ist auf der sicheren Seite. Wer hingegen zwei Major Updates auslässt, der kommt irgendwann in Schwierigkeiten.

Die Trendmarks werden herausgegeben vom Arbeitskreis Zukunftstrends der Fachgruppe Agenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in Kooperation mit Handelsblatt.com.

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