„Trendwende geschafft“
Wieder mehr Jobs für IT-Experten

Nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Stellenabbaus entspannt sich die Lage am IT-Arbeitsmarkt. "Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Beschäftigten in der Branche erstmals seit dem Jahr 2000 wieder gestiegen", sagt der Personalexperte des Branchenverbandes Bitkom, Stephan Pfisterer.

dpa HANNOVER. "Die Trendwende am Markt ist geschafft." Sein Kollege von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, Bernhard Hohn, stimmt zu: "Der IT-Arbeitsmarkt findet zu seiner alten Performance zurück."

Die Stimmung in der Informations- und Telekommunikationsbranche, die sich im März zur Leitmesse Cebit in Hannover trifft, ist jedoch nicht durchweg gut. Während der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) den Fachkräftemangel auf 4 000 beziffert, sind nach Angaben der ZAV Ende September vergangenen Jahres 6 224 IT-Akademiker arbeitslos gemeldet gewesen. Schwierig bleibt der Arbeitsmarkt für diejenigen, die zu Zeiten des IT-Booms um die Jahrtausendwende durch einen Seiteneinstieg in die Branche kamen. "Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Jobsuche für hoch qualifizierte Fachleute erheblich glatter verläuft als für solche, die über den Seiteneinstieg kamen", sagt ZAV-Arbeitsexperte Hohn.

Schätzungen der Gesellschaft für Informatik (GI) zufolge haben nur etwa fünf bis zehn Prozent der in der IT-Branche Beschäftigten eine Informatik-Ausbildung. Chancen auf dem IT-Arbeitsmarkt haben nach Meinung vieler Experten aber vor allem hoch qualifizierte Fachkräfte mit einem Hochschulabschluss. "Die Studienabgänger haben einen Vorteil: Sie haben den aktuellen Stand des Wissens und sind wirklich Informatiker und keine Seiteneinsteiger", sagt Hohn. Allerdings ist Berufserfahrung wichtig: Einer ZAV-Studie zufolge waren 2005 knapp ein Viertel der Arbeit suchenden IT-Fachleute junge Akademiker, die noch keine Erfahrung vorweisen konnten. Etwa jeder Dritte der arbeitslosen IT-Experten ist weniger als 35 Jahre alt.

"Gerne werden Informatiker genommen, die über eine praxisnahe Ausbildung verfügen oder Erfahrungen in Studentenjobs oder Praktika sammeln konnten", sagt Bitkom-Experte Pfisterer. Quereinsteigern rät er zu kontinuierlichen Fortbildungen. "Nur wer sich systematisch weiterentwickelt, hat langfristig gute Chancen", sagt er.

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