Trojanische Pferde
Spitzenspione unter den Computerschädlingen

Virenautoren werden professioneller und wollen oft einfach nur Geld abzocken. Das verhilft Trojanern, einer besonders hinterhältigen Spezies von Computerschädlingen, zu traurigem Ruhm.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheitsfachleute der Panda Software melden, dass in den vergangenen Monaten die Anzahl der Trojanischen Pferde auffallend angestiegen ist. Nach den Erkenntnissen eignen sich diese Computerschädlinge besonders gut für das verborgene Ausspionieren und Stehlen von persönlichen Angaben.

Moderne Trojaner führen ohne das Wissen des Anwenders verdeckte Aktionen durch. In der Regel kennen Sie nur ein Ziel, den Datendiebstahl. Als Beispiel nennen Spezialisten zwei neu im Internet aufgetauchte Schädlinge.

Goldun.IL ist der erste Passwort stehlende Trojaner. Er versteckt sich im Datenspeicher und wird aktiv, sobald der Anwender auf eine e-gold Webseite zugreift. Dann protokolliert er das eingetippte Passwort mit und sendet es an einen anderen Computer, um seinem Programmierer die "virtuelle Mauer" zu den Zahlungsangaben des Opfers zu öffnen und somit die Eroberung seines Kontos zu besiegeln. Um vom Anwender ungewollt installiert zu werden, gibt sich der Goldun.IL Trojaner als Service-Paket zum Blocken von Malware aus.

HarBag.A ist ebenfalls ein kleiner Cyber-Spion. Im Gegensatz zu Goldun.IL schnüffelt er aber nicht nach Bankkonten, sondern spioniert E-Mail Adressen aus 28 verschiedenen Dateitypen (Windows Adressbuch, Database, temporäre Internet Dateien) aus. An diese Empfänger versendet er den Bagle-Wurm. Die gefundenen Adressen sendet er an einen Server, in dem alle Informationen zentralisiert sind. Eine Besonderheit von HarBag.A stellt seine präzise Suchfolge dar. Ein ausgeklügelter Algorithmus verhindert dass Adressen doppelt abgesaugt werden.

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