Trotz Funktionsvielfalt
Kinderleicht zu bedienen

Immer neue Funktionen haben aus Mobiltelefonen komplizierte Multimediageräte gemacht. Parallel zur Funktionsvielfalt moderner Telefone wächst daher auch die Zahl jener Anwender, die vor deren zunehmender Komplexität kapitulieren. Jetzt wird es wieder einfacher.
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DÜSSELDORF. Woo-Young Kwak machte seinem Ärger Luft: "Für uns ist klar, Apple hat das Design unseres Prada-Phones kopiert", so der Handy-Chefentwickler bei dem südkoreanischen Elektronikriesen LG, über das neue iPhone. Tatsächlich sind die beiden Multimediatelefone einander verblüffend ähnlich, angefangen beim Format bis hin zur innovativen Steuerung über ein tastempfindliches Display. Steve Jobs, der streitbare Apple-Chef, hat auf den Vorwurf bisher nicht reagiert.

Klar ist nur: Die Koreaner werden schneller am Markt sein. Sie wollen ihr Designertelefon bereits nach der Cebit in die Läden bringen. Das iPhone hingegen kommt nicht vor Sommer, und dann erst mal nur in den USA. In Deutschland kommt Apples Designerstückchen voraussichtlich frühestens zum Jahresende in den Handel.

Beide Geräte setzen einen neuen Standard bei der Bedienung komplexer Technik. Statt sich durch eine Vielfalt kleiner und kleinster Funktionstasten navigieren zu müssen, kann ihr Benutzer die Geräte leicht steuern. Es reicht das Berühren des Sensordisplays, das zudem - von der Wählanzeige über Telefonbuch oder E-Mail-Übersicht bis hin zum integrierten Videospieler - nur die gerade gefragten Funktionen einblendet.

Das wird nicht nur Apple-Fans und designfokussierten Prada-Liebhabern gefallen. Denn parallel zur Funktionsvielfalt moderner Telefone wächst auch die Zahl jener Anwender, die vor deren zunehmender Komplexität kapitulieren.

So erklärte jüngst ein Viertel aller Befragten in einer Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture, sie hätten am liebsten Geräte nur zum Telefonieren, Fotografieren oder Musikhören, statt alle Funktionen in einem vereint vorzufinden.

Die intuitive Bedienbarkeit wird damit immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Massengeschäft mit den mobilen Multimediamaschinchen. Denn deren Unterhaltungsfunktionen reichen mittlerweile vom Musik-Download aus dem Online-Plattenladen über den Turbo-Web-Zugriff bis zum Live-Fernsehen. Das flimmert zudem inzwischen zunehmend flüssig über den UMTS-Mobilfunk aufs Kompaktdisplay des Telefons oder auf die größeren Bildschirme spezieller Web-Tabletts mit integriertem Breitband-Funk.

Und die Zahl der vernetzten Geräte nimmt weiter zu: Motorola und der Sportausstatter Burton etwa verbinden Kleidung und Unterhaltungswelt bereits in einer Jacke mit integrierten Lautsprechern sowie Fernsteuerung für Mobiltelefon oder MP3-Spieler.

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