Trotz Sicherheitsbedenken
Cloud Computing setzt sich langsam durch

Immer mehr Unternehmen beziehen Computerleistung aus der Cloud. Noch bremsen aber Sicherheitsbedenken und unklare gesetzliche Regelungen den Umstieg auf die Technologie.
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BerlinDas Interesse am Cloud Computing in Unternehmen in Deutschland wächst langsam. In einer repräsentativen Studie des Bitkom haben sich 40 Prozent der befragten Firmen der Technologie gegenüber aufgeschlossen gezeigt. 35 Prozent stehen ihr aber noch kritisch oder ablehnend gegenüber. „In diesem Jahr gibt es erstmals mehr Befürworter als Skeptiker“, sagte Achim Berg, Vizepräsident des Bitkom bei der Vorstellung der Studie am Freitag.

Laut der Studie setzten im vergangenen Jahr 44 Prozent der Unternehmen Cloud Computing ein, vier Prozent mehr als 2013. Das Desinteresse an der Cloud ist gleichzeitig ebenfalls um einen Punkt auf 32 Prozent gestiegen. 24 Prozent der befragten Unternehmen planen oder diskutieren den Einsatz von Cloud-Lösungen.

Trotz der wachsenden Akzeptanz bleibt ein Risiko für die Daten. „Die Sorge vor Cyberangriffen sollte keinesfalls unterschätzt werden“, sagte Berg. Das sehen auch die Unternehmen so: Mit 39 Prozent ist bei ihnen die „Private Cloud“ ohne Verbindung zum Internet mehr als doppelt so häufig im Einsatz wie die „Public Cloud“ im Web.

Aber auch bei unternehmensinternen Clouds bestehen Bedenken: „60 Prozent der Unternehmen befürchtet einen unberechtigten Zugriff auf sensible Daten“, sagte Berg. 33 Prozent der Unternehmen halten ihre Daten in der Private Cloud für gefährdeter als vorher, 22 Prozent gehen davon aus, dass sie dort sicherer seien. 74 Prozent sehen es als Voraussetzung an, dass die Rechenzentren auch im EU-Rechtsgebiet stationiert sind. Für 67 Prozent ist es sogar unerlässlich, dass die Cloud-Anbieter ihren Hauptsitz im Rechtsgebiet der EU haben.

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