TV-Widget: Yahoo will Internetfernseher vorantreiben

TV-Widget
Yahoo will Internetfernseher vorantreiben

Nach dem Willen von Yahoo soll das Internet künftig auch auf TV-Geräten zu Hause sein. Dazu hat das Unternehmen eine „Widget Engine“ entwickelt. Künftig sollen ausgewählte Fernseher von vier Geräteherstellern mit vorinstallierter Internetsoftware ausgestattet sein.
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BERLIN. Yahoo hat im Rahmen der CES 2009 seine neue Generation von Technologien für das Internetfernsehen Fernsehgeräten vorgestellt. Durch Partnerschaften mit den TV-Geräteherstellern Samsung, Sony, LG und Vizio will Yahoo eine neue, widgetbasierte Nutzerumgebung etablieren und das Internet direkt auf den heimischen Fernseher bringen.

Künftig sollen ausgewählte Fernseher der vier genannten Produzenten mit vorinstallierter Internetsoftware ausgestattet sein. Im Erfolgsfall ist es nicht unwahrscheinlich, dass künftig auch auf neuen TV-Geräten eine Vielzahl von Firmen- und Marken-Icons um Aufmerksamkeit buhlt, ähnlich wie heutzutage auf frisch gekauften PCs.

Mit Hilfe der Yahoo-TV-Widgets kommt der Zuschauer in den Genuss des sogenannten „Cinematic Internet“, Yahoos Version einer mit dem Fernsehgerät verbundenen Internetwelt. Die TV-Widgets sollen Internetdienste und Onlinemedien über spezielle, auf die individuellen Bedürfnisse der Fernsehzuschauer abgestimmte Anwendungen direkt ins Wohnzimmer bringen.

Der Marktstart ist bereits für Frühjahr 2009 geplant. Jetzt hat Yahoo in Kooperation mit Intel auch das Widget Development Kit (WDK) freigegeben. Entwickler können mit dem WDK TV-Widgets erstellen, die über eine große Auswahl von Programmierschnittstellen, die sogenannten Widget-Channel-APIs, verfügen. Neben Yahoo-Onlinediensten wird es auch Angebote unter anderem von Größen wie eBay, MySpace, CBS, Twitter und Amazon geben.

Die Initiative von Yahoo kommt womöglich zum richtigen Zeitpunkt. So hat eine in den USA durchgeführte Studie ergeben, dass Internet auf dem TV in drei bis fünf Jahren den Massenmarkt erreicht haben wird. Bei einer Umfrage hätten bereits 29 Prozent der Teilnehmer „definitiv“ gesagt, dass sie nur TVs in die engere Wahl nehmen, die über Internetzugang verfügen. 45 Prozent kaufen sich „wahrscheinlich“ nur ein Gerät mit eingebautem Web. Nur 4 Prozent möchten nicht auch noch beim Fernsehen online sein.

Besonders viele der Befragten - rund 85 Prozent - waren am TV-Zugriff auf Videoportale wie Youtube und auf kommerzielle Videodownloadangebote wie Netflix interessiert. Was den Zugriff auf Spielfilme und TV-Sendungen angeht, wünschten sich 51 Prozent ein werbefinanziertes Modell. Von den restlichen 49 Prozent würde gut die Hälfte nur für Filme zahlen, die noch aktuell sind und in den Kinos laufen.

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