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„Überall-Fernsehen“: Einwohnerstärkste Region geht ans Netz

Die flächendeckende Verbreitung des digitalen Antennen-Fernsehens ist am Montag einen großen Schritt vorangekommen. Für viele Millionen Menschen wird die neue Übertragungstechnik nun auch im Ruhrgebiet sowie in Hamburg, Lübeck und Kiel zur Realität.

dpa HAMBURG/DÜSSELDORF. Die flächendeckende Verbreitung des digitalen Antennen-Fernsehens ist am Montag einen großen Schritt vorangekommen. Für viele Millionen Menschen wird die neue Übertragungstechnik nun auch im Ruhrgebiet sowie in Hamburg, Lübeck und Kiel zur Realität.

Nach den Regionen Berlin/Brandenburg, Nordwestdeutschland, dem Rhein-Main-Gebiet und der Köln/Bonner Region geht mit dem Raum Düsseldorf und dem Ruhrgebiet auch die einwohnerstärkste Region Deutschlands ans Netz. Zum Start stehen mit dem so genannten Überall-Fernsehen 20 bis 24 Programme über Antenne zur Verfügung.

Allein in Nordrhein-Westfalen können ab Montag rund 14 der 18 Millionen Menschen die neue Übertragungstechnik nutzen. Für den Empfang ist eine Haus- oder kleine Stab-Antenne sowie eine Settop-Box erforderlich, die die digitalen Signale für die TV-Geräte umwandelt. Das Interesse am so genannten DVB-T (Digital Video Broadcast - Terrestrial) sei sehr groß, sagte Joachim Bareiß, Leiter des Projekts in NRW. „Im Fachhandel ist richtig was los.“ Mit der Umschaltung wird das analoge Signal zunächst nur noch eingeschränkt und künftig gar nicht mehr gesendet.

In NRW rechnen die Verantwortlichen jedoch auch mit Beschwerden aus ländlichen Regionen. Schätzungsweise zwischen 200 000 und 500 000 Menschen nutzen dort weder Satellitenschüssel noch Kabel, können aber möglicherweise nicht auf Digitalempfang über Antenne umsteigen. Bis spätestens 2010 soll der Umstieg von der analogen auf die digitale Übertragungstechnik, der im August 2003 mit Berlin/Brandenburg begonnen hatte, bundesweit komplett vollzogen sein.

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