Überwachung im Internet
So schlagen Sie den Schnüfflern ein Schnippchen

Die Geheimdienste in den USA und Großbritannien überwachen das Internet in einem bislang ungeahnten Ausmaß. Doch Nutzer sind nicht wehrlos: Sie können anonym surfen – wenn sie bereit sind, auf Komfort zu verzichten.
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BerlinErst Prism, dann Tempora: Amerikanische und britische Geheimdienste spähen offenbar im ganz großen Stil die Kommunikation im Internet aus. Doch nicht nur staatliche Spione sind auf den Fersen der Nutzer, auch die Wirtschaft verfolgt die Online-Aktivitäten genauer, als vielen Nutzern lieb ist. Es gibt also gute Gründe, seine Anonymität im Netz zu schützen. Das ist durchaus möglich, wenn auch nicht immer bequem.

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sie eine deutliche Datenspur hinterlassen, wenn sie sich im Internet bewegen – selbst dann, wenn sie sich nicht bei Facebook, Google oder Twitter einloggen. Dabei ist Anonymität wichtig: Über Recherchen zu Krankheiten oder Geldfragen müssen weder staatliche Schnüffler noch Werbewirtschaft etwas wissen, ebenso wenig zu politischem Engagement, um nur einige Beispiele zu nennen.

Manchem Nutzer dürfte auch einfach nicht behagen, dass die Firmen ihre Gewohnheiten fast besser kennen als der eigene Partner. Zeit für Selbsthilfe.

Der private Modus

Browser wie Firefox und Chrome haben einen privaten Modus. Er dient dazu, Spuren auf dem Rechner zu löschen – etwa von den besuchten Webseiten. „Surft man im privaten Modus, vergisst der Browser alles, was man getan hat, sobald man ihn wieder verlässt – welche Seiten man besucht hat, welche Formulareingaben man getätigt hat, welche Cookies man erhalten hat“, erläutert der Markus Hansen vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein. Das sei hilfreich, wenn die Freundin nichts von der Suche nach Verlobungsringen mitbekommen solle – aber: „Mehr Privatheit leistet dieser Modus nicht. Man wird in keiner Weise vor Angreifern geschützt, die einen über das Netz stalken wollen.“

Kampf den Keksen

Um die Nutzer wiederzuerkennen, nutzen Websites eine simple Technik: Sie platzieren kleine Dateien auf dem Rechner, sogenannte Cookies. Diese Digital-Kekse sind an sich sinnvoll – so merken sich Online-Läden etwa, was im Warenkorb liegt. Doch sie helfen eben auch, ein Profil zu erstellen. Dabei kommen gerade die Cookies von Drittanbietern zum Einsatz, also nicht der Website selbst, sondern ungewünschten Tracking-Diensten. Nutzer können die Cookies von solchen Drittanbietern im Browser blockieren, diverse Browser-Erweiterungen erleichtern die Reinigungsarbeiten. Wie man sich gegen das Tracking – also die Nachverfolgung – schützen kann, erklären die Experten von der Datenschutzbehörde in Schleswig-Holstein.

Diverse Browser-Erweiterungen helfen dabei, die Schnüffler auszusperren. Markus Hansen empfiehlt beispielsweise „Ghostery“, das es für mehrere Browser gibt. „Damit kann ich die meisten Stalker-Cookies ausfiltern, die für mich keinen Nutzen haben, sondern nur dazu da sind, dass andere verfolgen können, was ich im Netz mache“, erklärt der Datenschützer. Wie man sich generell gegen das Tracking – also die Nachverfolgung – schützen kann, erklären die Experten aus dem Norden auf ihrer Website.

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Hartnäckige Flash-Cookies

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Anonymität im Netz hat ihren Preis

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  • http://prism-break.org/

    informiert gut, was man meiden sollte, welche Betriebssystem u.ä.

  • Eine 100%-ige Sicherheit wird es im Netz nie geben. Trotzdem kann man sich vor solchen Angriffen schützen. Mal reinschauen: www.ibbergmann.org

  • Eine 100%-ige Sicherheit wird es im Netz nie geben. Trotzdem kann man sich vor solchen Angriffen schützen. Mal reinschauen: www.ibbergmann.org

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