Ultrabooks gegen Tablets
HP fordert Apple heraus

Der Computer- und Printerhersteller Hewlett-Packard (HP) fordert den Pionier von Tablet-PCs Apple mit Ultrabooks heraus. HP will dabei vor allem mit einer aggressiven Preisstrategie gegen Apples Übermacht punkten.
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ShanghaiAuf einer großen internationalen Pressekonferenz stellte HP in Shanghai eine Phalanx von dünnen und leichten Notebooks vor. „Für HP wird dies dieses Jahr eine sehr wichtige Sache“, sagte HPs Vize-Präsident Steve Hoffman. Das Unternehmen werde aggressiv versuchen, die bisher sehr teuren Rechenflundern für die Massen erschwinglich zu machen.

Für IT-Experten ist HPs Rivale ausgemacht. „Das Hauptziel der Ultrabooks ist, Apples Macbook Air und das iPad zu bekämpfen“, sagt Peter Lin, Analyst vom Marktforscher IHS iSuppli. Denn besonders die Popularität des iPads bedroht nicht nur HPs Marktführerschaft im Markt für Unternehmens-PCs. Auch die Dominanz der anderen zwei Dinosaurier der PC-Welt: die von HPs Partner Intel im Chip-Markt und von Microsoft bei Betriebssystemen.

In den USA ist der PC- und Notebook-Absatz im ersten Quartal bereits um sechs Prozent abgesackt, weil immer mehr Menschen die größeren Geräte durch Tablet-PCs ersetzen, besagen Marktanalysen des Marktforschers Gartner. Und auch das bisher starke Wachstum in den Entwicklungsländern könnte abflauen, warnen die Experten.

Schlimmer noch für das Trio: Apple droht plötzlich ins lukrative Unternehmensgeschäft einzudringen, das das Trio bislang monopolisiert hat. Denn die Arbeitnehmer, Manager und Bosse bringen ihre neuen Anschaffungen plötzlich mit in die Firma und verlangen von ihren IT-Abteilungen, die Geräte in die Unternehmensnetzwerke einzubinden.

Ein einfacher Zahlenvergleich unterstreicht die Gefahr. HPs Umsatz ist 2011 nur leicht auf 127 Milliarden Dollar gestiegen, die Ebidta-Marge betrug 13 Prozent. Apples Einnahmen stieg hingegen um 66 Prozent auf 108 Milliarden Dollar. Und die Gewinnmarge lag bei satten 33 Prozent.

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