Ultrabooks
Hohe Preise schrecken Kunden ab

Eigentlich sollten Ultrabooks für steigende Umsätze bei der Computerbranche sorgen. Doch die neuen Geräte erweisen sich als Ladenhüter. Sie sind einfach zu teuer. Allerdings gibt es auch Schnäppchen.
  • 3

MünchenSie sind sehr flach, in wenigen Sekunden betriebsbereit und funktionieren einen ganzen Arbeitstag ohne Steckdose: die neuen Ultrabooks. Bei den Kunden kommt die moderne Form des Laptops bis jetzt trotzdem nicht gut an. Denn die Preise sind mit 800 Euro und mehr viel zu hoch, als dass die Käufer sich in nennenswerter Zahl für die Rechner begeistern könnten.

Noch nicht einmal jedes zehnte Notebook, das in den vergangenen Monaten über die Ladentheke ging, war ein Ultrabook. Dabei gibt es die neue Gerätekategorie nun schon seit mehr als einem halben Jahr. Zu Weihnachten 2012 kamen die ersten Geräte in die Läden. Zwar zweifelt niemand an den technischen Vorteilen.

„Das ist ein gutes Konzept“, sagt Annette Jump vom Marktforscher Gartner. Doch derzeit seien die Computer einfach viel zu teuer. Die Idee für die Ultrabooks stammt von Intel. Für den weltgrößten Chiphersteller ist ein Erfolg der neuen Notebooks mindestens genauso wichtig wie für die Computerbauer, denen der US-Konzern seine Halbleiter verkauft.

Denn seit der Einführung des Tablet-Rechners iPad vor über zwei Jahren führt Apple die gesamte Computerbranche vor. Wer es sich leisten kann, kauft ein iPad - die Konkurrenz haben die Kalifornier zur zweiten Wahl degradiert. Zwar bezieht die Kultmarke aus dem Silicon Valley einige Produkte auch bei Intel - für den Bestseller iPad verwendet Apple aber andere Prozessoren.

Kommentare zu " Ultrabooks: Hohe Preise schrecken Kunden ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Frage ist ob man so weiter macht - billig, billiger, oder ob man den umgekehrten Weg beschreitet wie z.B. Apple. Hier wird es vorgemacht - nicht der Preis ist das Endscheidene sondern Qualität und Design. Wie wäre es mit qualitativ hochwertigen Ultrabooks mit einer guten Auflösung, weg vom alten 1366 Pixel Display - wer will denn so etwas noch haben? Ich habe genau aus dem Grund kein Ultrabook weil die Äuflösung OldSchool ist).
    Bitte seid doch innovativ und liefert dazu noch hohe Qualität - auch bei den Materialien. Dann klappt es vielleicht auch mit den Kunden. Man verkauft evtl. ein paar weniger - aber mit mehr Marge. Könnte doch auch ein Geschäftsmodell sein :-)

  • Hm, wieso Ihr von "technischen Vorteilen" redet ist mir nicht klar. Sind ganz normale Bauteile drin nur zum doppelten Preis. Und ich habe da meine Zweifel, dass bei den Ultrabooks die Kühlung im Sommer noch ausreichend ist...

  • Vielleicht liegt's auch gar nicht am Preis, sondern an mangelnden Innovationen.

    Apple bringt das sagenhafte Retina-Display jetzt in die MacBook-Serie. Das ist eine echte Verbesserung und eine zeitgemäße Auflösung, und dafür wird der Konsument auch bereit sein, den entsprechenden Preis zu bezahlen.

    Eine Auflösung von 1.368x768 Pixeln (oder so ähnlich) - dafür würde ich auch keine 800 € und noch nicht einmal 600 € bezahlen. Mein vor 17 Jahren gekaufter Röhrenmonitor in mittlerer Preisklasse konnte bereits 1024x768, wo bleibt da der Fortschritt?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%