Umfrage: Arbeit ohne Grenzen in der Datenwolke

Umfrage
Arbeit ohne Grenzen in der Datenwolke

Cloud-Dienstleister wollen mobile Mitarbeiter besser einbinden - so können beispielsweise die privaten Laptops der Angestellten in das Firmennetzwerk eingebunden werden. Doch nicht alle Lösungen überzeugen.
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KölnTablet-Computer für Mitarbeiter kaufen - oder einfach deren Geräte an das Firmennetz anschließen? Für die Marktforscher von Gartner ist die Frage schnell geklärt. Ihre Rechnung: Für den Preis von 1.000 Tablets können auch 2.700 vorhandene Mobilrechner auf die IT des Unternehmens abgestimmt werden. Beschäftigte sind so in der Lage, überall auf Daten zuzugreifen. Und viele sind bereit, ihre Geräte auch im Job zu nutzen, um nicht ständig wechseln zu müssen.

Effizienter zusammenarbeiten, auch über Firmengrenzen hinaus - das versprechen Anbieter von mobilen Cloud-Diensten. Offenbar mit Erfolg: Bei einer Befragung von 200 IT-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen ermittelte das IT-Beratungsunternehmen PAC, dass fast zwei Drittel von ihnen Cloud-Anwendungen nutzen oder deren Einsatz planen. Schwerpunkte dabei sind das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten oder Webkonferenzen. So werden Mitarbeiter im Home-Office und Externe eingebunden. Zudem schätzen Manager die Möglichkeit, sich unabhängig vom Aufenthaltsort informieren und in Prozesse einklinken zu können. Als „sehr relevant“ für die interne Verwaltung bewerten dagegen nur neun Prozent der Unternehmen die Cloud-Angebote.

Die Cloud sei schnell einsetzbar, rasch abgestimmt auf veränderte Bedürfnisse und biete eine individuelle Abrechnung, die von der tatsächlichen Nutzung abhängt - das sind die Versprechen der Dienstleister. Doch bei zahlreichen potenziellen Kunden treffen sie noch auf Skepsis. „Aus Sicht vieler Unternehmen erscheinen die derzeitigen Cloud-Angebote weniger attraktiv als die Marketingversprechen“, sagt PAC-Analyst Andreas Stiehler.

So bemängelt jeder sechste Befragte, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht attraktiv genug ist. Zudem seien die Angebote oft nicht ausgereift. Das größte Hemmnis aber sind Sicherheitsbedenken. Diese wachsen freilich, wenn private Geräte eingebunden werden. Die Cloud-Entwicklung rund um den Arbeitsplatz schreite voran, befinde sich aber immer noch in den Anfängen, sagt Stiehler. „Sowohl die Anbieter als auch die Verantwortlichen in den Anwenderunternehmen müssen nachjustieren.“

Manuel Heckel
Manuel Heckel
Pressebüro JP4

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