Umfrage
Compliance ist Stiefkind der IT

hiz DÜSSELDORF. Laut einer Umfrage von Serena Software zögern viele Unternehmen mit der Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen zur lückenlosen und revisionssicheren Dokumentation aller relevanten Geschäftsprozesse. Diese so genannten Compliance-Regelungen werden auch für deutsche Unternehmen relevant, sobald sie Internationale Geschäftsbeziehungen eingehen oder publizitätspflichtig sind. Nach den Finanzskandalen von MCI und Enron wurde in den USA der so genannten Sarbanes-Oxley Act rechtlich verbindlich. Er schreibt vor, dass geschäftsrelevante Abläufe revisionssicher zu dokumentieren sind. In Deutschland ist es das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG), das die Firmenleitungen und IT-Manager in die Pflicht nimmt.

An der Online-Umfrage beteiligten sich 124 Führungskräfte, darunter 36 Prozent Geschäftsführer/CEOs, 19 Prozent Finanzvorstände und 18 Prozent IT-Leiter/CIOs. Die Ergebnisse zeigen, dass erst wenige Firmen darauf vorbereitet sind, ihre Geschäftsprozesse wie gesetzlich gefordert zu dokumentieren. Ein Compliance-Projekt haben demnach erst knapp unter 5 Prozent der Unternehmen abgeschlossen, in der Umsetzungsphase befinden sich 37 Prozent der Befragten, und weitere 11 Prozent planen ein Projekt.

Bis spätestens Ende 2005 wollen immerhin rund 23 Prozent der befragten Unternehmen ein entsprechendes Projekt abgeschlossen haben. Im nächsten Jahr wollen dann weitere 48 Prozent dazukommen. 29 Prozent planen ihre Corporate-Governance-Vorhaben jedoch erst 2007 oder später abzuschließen.

Immerhin bestätigen 56 Prozent der befragten Manager, dass Corporate Governance die Voraussetzungen liefert, um durch klar definierte Prozesse die IT-Systeme besser mit den Business-Anforderungen abzustimmen.

Dass die Erfüllung der Richtlinien eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zur Folge hat, sehen nur 35 Prozent der Teilnehmer. Knapp 18 Prozent befürchten wegen der zusätzlichen Belastungen sogar negative Folgen. „Angesichts der immer weiter steigenden Zahl von Vorschriften und Regeln benötigen die Unternehmen ein flexibles strategisches Konzept, das sie bei der Einhaltung von Compliance-Richtlinien unterstützt. Hier sind die CIOs gefordert. Sie müssen die Compliance-Lösungen technisch umsetzen“, mahnt Ralf Lommel, Regional Director Central Europe bei Serena Software.

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