Umgang mit dem Computer-Wurm
Microsoft-Sprecher räumt Fehler ein

Der Sprecher von Microsoft in Deutschland, Thomas Baumgärtner, hat gegenüber dem Informationsportal „Tagesschau.de“ Fehler seines Unternehmens bei der Warnung vor dem Computer-Wurm Blaster eingeräumt.

Reuters BERLIN. Nachdem sich der Wurm, der auch als W32.Blaster, Lovesan oder MSBLAST bezeichnet wird, in dieser Woche mit hoher Geschwindigkeit im Internet verbreitet hatte, sprach Baumgärtner von „einem Denkprozess“, der bei Microsoft eingesetzt habe. Vor allem der Kontakt mit den privaten PC-Nutzern müsse „intensiviert werden“, so Baumgärtner. „Da sind Fehler gemacht worden.“

Zugleich betonte Baumgärtner, dass Microsoft bereits am 16. Juli auf die Sicherheitslücke hingewiesen habe, die mit einem Patch von Microsoft zum Herunterladen geschlossen werden kann. Von der Attacke des Wurms seien „relativ wenig Unternehmen befallen“. „Wir analysieren derzeit, warum die privaten Nutzer den Patch nicht umfassend genutzt haben“, sagte Baumgärtner laut „Tagesschau.de“.

Seit dem Auftauchen des Wurms gingen laut Baumgärtner täglich 20 000 Anrufe bei der Microsoft Hotline ein und mehrere tausend bei einer Beschwerdestelle des Unternehmens. Ein Sprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte Microsoft vorgeworfen, PC-Nutzer nicht offensiv genug auf das Sicherheitsproblem hingewiesen zu haben.

Der Wurm greift Rechner mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows in den Versionen NT, 2000, XP oder Server 2003 über eine Sicherheitslücke an. Nach Schätzungen von Sicherheitsexperten könnten hunderttausende Rechner befallen sein. Der Wurm löscht zwar keine Daten, führt aber in einigen Fällen zu plötzlichen Systemabstürzen. Außerdem wird Blaster ab Samstag die Microsoft-Site www.windowsupdate.com in Form einer so genannten DDoS-Attacke mit Anfragen überfluten.

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