Umsatztreiber der Branche
Dicke Geschäfte mit flachen Fernsehern

Auch auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin werden Flachbild-Fernseher zu den Stars der Unterhaltungselektronikbranche zählen. Als flache Design-Objekte haben sich die Geräte inzwischen als unbestrittene Zugpferde der Konsumentenelektronik etabliert und spülen der Industrie kräftige Umsätze in die Kassen.

HB BERLIN. Die erfolgreichen Erben der betagten Röhrenfernseher tragen nach Angaben von Sharp-Geschäftsführer Frank Bolten bereits die Hälfte des Gesamtumsatzes in der so genannten CE-Branche (Consumer Electronics) bei. Der Generationswechsel analoger Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik zu digitalen Geräten läuft weiter auf Hochtouren. Dies soll laut Industrie auch in nächster Zeit so bleiben, dafür sorgten auch die tausende technische Neuerungen jedes Jahr.

Die Branche hegt daher auch in diesem Jahr große Erwartungen. Nach einem sehr guten Verkaufsjahr 2006 vor allem wegen der Fußball-WM hatte sich die Industrie im Januar aber noch bescheiden für 2007 gegeben. Mit Einrechnung der privat genutzten Informationstechnologie wurde ein Umsatzplus von mageren 1,3 Prozent auf 22,7 Mrd. als Ziel genannt.

Doch kurz vor Beginn der Funkausstellung strotzen die Unternehmen vor Zuversicht. Trotz höherer Mehrwertsteuer und teils deutlicher Preisabschläge werden jetzt ein Plus von 4,5 Prozent und ein Rekordumsatz eingeplant. Den erwarteten Preisrückgang hatte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, im Frühjahr je nach Produktgruppe auf zehn bis 30 Prozent beziffert.

"Als Prognose sehen wir einen Umsatz von mehr als 23 Mrd. Euro. Dies wird im zweiten Halbjahr maßgeblich generiert", sagt Hans- Joachim Kamp, Aufsichtsratsmitglied des Ifa-Veranstalters gfu. Und die Ifa, die seit 2006 jährlich stattfindet, soll dazu wieder einen erheblichen Beitrag leisten.

Auf der weltgrößten Branchenschau werden kräftig Geschäfte gemacht. Im vergangenen Jahr sind an den sechs Messetagen Kontrakte im Volumen von 2,5 Mrd. Euro unterzeichnet worden. "Während im vergangenen Jahr die klassische Unterhaltungselektronik Wachstum brachte, zieht die Informations- und Telekommunikationstechnik jetzt nach", erläutert Kamp. Das Wachstum im 2. Quartal von rund 3,7 Prozent sei vor allem von diesen Bereichen getragen. Der nach dem guten Verkauf wegen der Fußball-WM erwartete Rückgang bei den TV-Geräten sei auch nicht so stark wie erwartet ausgefallen.

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