Umstrittener Pentagon-Berater nimmt seinen Hut
Terror-Börsenspiel im Netz: Poindexter tritt zurück

Der umstrittene Pentagonberater, Ex-Admiral John Poindexter, tritt auf Druck von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zurück. Er habe damit die Konsequenz aus der massiven Kritik an dem inzwischen eingestellten Börsen-Terrorspiel des Verteidigungsministeriums gezogen, hieß es in Medienberichten am Freitag.

HB/dpa WASHINGTON. Auf der von Poindexter initiierten Webseite hatten „Spekulanten“ die Möglichkeit, auf die Wahrscheinlichkeit von Terroraktionen zu wetten. Das Verteidigungsministerium erhoffte sich davon wichtige Aufschlüsse, die zur Verhinderung derartiger Gewaltaktionen beitragen könnten. Die Webseite war jedoch heftig kritisiert worden, und Rumsfeld hatte das Projekt dann schnell gestoppt.

Poindexter, der unter Präsident Ronald Reagan nationaler Sicherheitsberater war und zu den Schlüsselfiguren der Iran-Contra- Affäre in den 80er Jahren gehörte, war auch wegen seiner anderen Initiative für das Pentagon umstritten. Er hatte sich für ein massives Überwachungsprogramm mit Hilfe modernster Computer stark gemacht.

Das Schnüffelprogramm „Totales Informations-Bewusstsein“ sollte Terroristen schon auf die Spur zu kommen, bevor sie ihre Pläne verwirklichen. Dazu sollten finanzielle Transaktionen, medizinische und biometrische Daten sowie Reisen zehntausender Menschen verfolgt werden, um daraus verdächtige Muster ableiten zu können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%