UMTS
Hoffnung auf den Datenboom

Unterwegs schnell und mühelos große Datenmengen empfangen und versenden - für viele Manager in Deutschland ist das heute Alltag. Ob Wirtschaftsprüfer, Vertriebsmitarbeiter beim Kundentermin oder Fotograf, der mobil Bilder verschickt: Nach mühsamem Start entpuppt sich UMTS für die Mobilfunkanbieter doch noch als Geschäft.

DÜSSELDORF. Natürlich geht es noch ein bisschen schneller: Mit 7,2 Megabit fliegen die Daten durch die Luft, wenn Hartmut Kremling, Geschäftsführer Technik von Vodafone Deutschland, aufs Knöpfchen drückt. Eine Datenkarte, die im Notebook steckt und mit einer Weiterentwicklung der UMTS-Technologie arbeitet, macht es möglich.

Unterwegs schnell und mühelos große Datenmengen empfangen und versenden - für viele Manager in Deutschland ist das heute Alltag. Ob Wirtschaftsprüfer, Vertriebsmitarbeiter beim Kundentermin oder Fotograf, der mobil Bilder verschickt: Still und leise hat sich der Mobildatenstandard Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) etabliert. In immer mehr Laptops stecken UMTS-Karten, mit denen Texte, Bilder und Präsentationen übertragen werden. Und für immer mehr Teenager ist es normal, dass ihr Handy bewegte Bilder verarbeitet. Auch die Daten oder animierten Klinteltönen in Vollstereo, mit denen Teenager ganze Busse terrorisieren, kommen häufig über das schnelle Mobildatennetz aufs Handy.

Statt der großen Revolution, die sich die Netzbetreiber nach dem Ersteigern der 50 Mrd. Euro teuren Lizenzen gewünscht haben, sind es kleine Schritte gewesen, die die mobile Datenübertragung populär gemacht haben. UMTS ist zwar noch immer keine Goldgrube, hat sich aber mittlerweile zu einem guten Geschäft gemausert. Die Berater von Booz Allen Hamilton rechnen nun damit, dass sich das UMTS-Marktvolumen von heute 1,7 Mrd. Euro bis 2008 auf 3,5 Mrd. Euro verdoppelt. Jeder siebte Euro auf dem deutschen Mobilfunkmarkt soll dann dank UMTS verdient werden. Simon Beresford-Wylie, Chef von Nokia Siemens Networks, erwartet gar, dass sich der Datenverkehr über die Mobilnetze bis 2015 verhundertfacht.

Bei den deutschen Netzbetreibern hoffen vor allem Vodafone und T-Mobile auf steigende Umsätze durch einen Datenboom. Sie planen, ihre Netze weiter zu modernisieren. Auf der Cebit will Vodafone den Startschuss für die zweite Ausbaustufe der eigenen UMTS-Netze verkünden. High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) heißt das Zauberwort. Mit Hilfe dieser Technologie wird das UMTS-Netz sehr viel schneller als bisher. In über 2 000 deutschen Städten und Gemeinden können Vodafone-Kunden bereits UMTS mit den neuen, hohen Übertragungsraten nutzen. Hinter dem Vodafone-Netz stecken Komponenten von Ericsson und Siemens. "Wir verfügen über das leistungsstärkste Mobilfunknetz mit der besten Flächendeckung in Deutschland", sagt Vodafone-Manager Kremling selbstbewusst.

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