Unerwünschte Werbung
Wachstum bei Ad- und Spyware

Unerwünschte Werbung, eingeschleust durch versteckte Programme füllt die Konten der Adware-Distributoren. Sie missbrauchen erfolgreich Websites vom Prominenten um ihre lästigen Programme zu verbreiten.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie der McAfee Avert Labs belegt, dass finanzielle Anreize ein Hauptantrieb für den Anstieg von Ad- und Spyware sind. Dabei missbrauchen Ad- und Spyware-Distributoren seriöse Affiliate-Marketing-Programme von Unternehmen. Affiliate-Marketing ist eine Form der Online-Werbung, bei der die Betreiber von Websites eine Prämie für das Bewerben von Produkten und Dienstleistungen anderer Unternehmen erhalten.

Darüber hinaus verwenden Adware-Distributoren die Namen bekannter Unternehmen und Webseiten, um ahnungslose Anwender zu erreichen. Die Spionagesoftware installiert sich dann auf den Rechnern der Benutzer, oft in einem Zug mit dem Einspielen einer vermeintlich freien Software. Unbehindert kann der elektronische Spion dann Marketing-Daten sammeln und zielgruppen-orientierte Werbung verteilen.

Die Studie zeigt, dass Prominente einen erfolgreicheren Lockvogel darstellen als Sex. Demnach sind die produktivsten Adware-Verteiler die Internetauftritte von Stars und Prominenten, nicht die Erwachsenen- und Pornografie-Websites, die normalerweise als Erste in Verdacht stehen.

Die Verbreitung von Ad- und Spyware nimmt exponentiell zu. So gab es im August 2006 bereits etwa 450 Adware-Familien mit mehr als 4000 Varianten. Dabei sind der Studie zufolge 97 Prozent der Internet-Benutzer nicht in der Lage, sichere von unsicheren Sites zu unterscheiden. Zudem zeigt die Studie zeigt, dass bei Endanwendern und Händlern große Unsicherheit bzgl. der Spy- und Adware-Thematik herrscht.

Die explosionsartige Zunahme liegt nach Ansicht der Experten vor allem daran, dass das Adware-Geschäftsmodell lukrativ ist. Zum Beispiel kann man einer kürzlich vorgelegten Anklageschrift entnehmen, dass Jeanson James Ancheta, ein überführter Botnetz-Betreiber, für 1000 infizierte Computer jeweils 150 Dollar „Miete“ erhalten hat.

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