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Unterhaltungselektronik-Branche trotz Preisdrucks zuversichtlich

Die Unterhaltungselektronik-Branche geht zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Euro.

dpa NÜRNBERG. Die Unterhaltungselektronik-Branche geht zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Euro.

Jedoch mache der massive Preisverfall Herstellern und Handel zu schaffen, sagte der Chef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Nürnberg. In den Wochen um Weihnachten erzielt die Branche etwa ein Drittel ihres Jahresumsatzes.

Im Gesamtmarkt der so genannten Consumer Electronics (CE) einschließlich Handys und Kameras erwartet die gfu ein Umsatzwachstum von mehr als drei Prozent auf 19 Mrd. Euro. „Die Entwicklung ist gekennzeichnet durch Digitalisierung“, sagte Hecker, der auch Vorstandschef des TV-Geräte-Herstellers Loewe (Kronach) ist. Unterhaltungselektronik, Computertechnologie und Telekommunikation wüchsen zusammen. Dennoch werde es keine „Alleskönner-Geräte“ geben, zeigte sich Hecker überzeugt. „Ein Fernseher bleibt ein Fernseher und ein Telefon ein Telefon.“ Durch den Zusatznutzen - etwa bei Fotohandys - werde jedoch neuer Bedarf geweckt.

Der Ausleseprozess im Fachhandel werde sich durch den Preisdruck verschärfen, sagte Hecker. Neue Vertriebsformen wie Internet und Discounter sorgten für einen brutalen Verdrängungswettbewerb. Der Fachhandel müsse mit mehr Service dagegen halten. „Sonst läuft er Gefahr, auf der Strecke zu bleiben.“

Starkes Wachstum erwartet die Branche im Bereich der neuen Fernsehgeräte-Technologien wie Flachbild-, LCD- und Plasma-TV. Einer gfu-Prognose zufolge werden in diesem Jahr rund 560 000 solche Geräte verkauft (Vorjahr: 211 000). Auf die Gesamtstückzahl der TV-Geräte bezogen, sind dies zwar noch weniger als zehn Prozent. Der Wertanteil liege jedoch bereits bei knapp 30 Prozent. Mit hohen Steigerungsraten rechnet die gfu - ein Zusammenschluss von Unternehmen der Unterhaltungselektronik - auch bei DVD-Recordern und Festplatten- Recordern. Bei den Handys werden die Verkaufszahlen 2004 auf 17 Mill. geschätzt, ein Zuwachs um 17 Prozent. Fotohandys haben bereits einen Marktanteil von 50 Prozent.

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