Unterhaltungselektronik
Eine Branche entdeckt den Umweltschutz

Die flachen Fernseher stehen auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) im Rampenlicht, am Thema Umwelt- und Klimaschutz kommt man in Berlin aber auch nicht vorbei. Dabei verteidigte die Industrie die von Umweltschützern als Klimakiller gegeißelte Stand-By-Funktion.

HB BERLIN. Auf der Ifa in Berlin präsentieren viele Hersteller nicht nur ihre Neuheiten, sondern betonen zugleich ihr Engagement für den Umweltschutz. Als Vorreiter in Sachen Klimaschutz präsentiert sich das niederländische Traditionsunternehmen Philips. Es führt für umweltfreundliche Produkte eigens ein Logo ein.

Das "Philips Green Logo" finde bei Produkten Anwendung, die sich besonders in Bezug auf ihre Energieeffizienz positiv von vergleichbaren Produkten unterscheiden. Das Logo, ein grünes Kontrollhäkchen, werde in Europa, Nordamerika und Asien eingeführt. Neben ihrer Energieeffizienz verfügen diese Produkte den Angaben zufolge über weitere positive Umwelteigenschaften, beispielsweise werde bei ihnen auf die Verwendung umweltschädlicher Materialien und Stoffe im Produkt selbst und bei der Herstellung verzichtet.

Die von Umweltschützern als Klimakiller gegeißelte Stand-By-Funktion hat Philips allerdings verteidigt. Die Verbraucher wollten sie, betonte Philips-Unterhaltungselektronikchef Rudy Provoost am Freitag auf der Internationalen Funkausstellung. Philips habe immerhin den Stromverbrauch zum Beispiel der Fernsehgeräte in dem "Schlaf"-Modus auf einen Watt gedrückt verglichen mit neun Watt vor zehn Jahren. Damit koste der Stromverbrauch eines Fernsehers in Stand-By weniger als einen Euro pro Jahr, sagte Provoost. Verbraucherverbände und Umweltschützer argumentieren, Geräte im Stand-By-Modus verbrauchten die Stromproduktion von zwei Atomkraftwerken.

Sony hat ebenfalls den Stromverbrauch eigenen Angaben zufolge in 90 Prozent seiner Produkte reduzieren können. Das Unternehmen habe sich verpflichtet, bis 2010 seine CO2-Emissionen bezogen auf das Jahr 2000 um sieben Prozent zu verringern.

Auch Loewe setzt auf Umweltbewusstsein. Eine automatische optische Bildkontrolle sorge in den aktuellen HDTV-Geräten der Premiummarke für eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs, teilte das deutsche Unternehmen mit.

Sharp erklärte, zum einen werde die Nutzung von Solarenergie gefördert, zum anderen die Umweltbelastung bei der Produktion reduziert. Der CO2-Ausstoß werde in allen Unternehmensbereichen verringert.

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