Unterhaltungselektronik
IFA startet mit Rekordzahl an Ausstellern

Die Branche für Unterhaltungselektronik boomt - das zeigt auch die Zahl der Aussteller auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin.

pos BERLIN. 1189 Firmen aus 40 Ländern präsentieren sich in diesem Jahr - das ist ein neuer Rekord. Nach Angaben von Messegeschäftsführer Christian Göke stieg die Zahl im Vergleich zur letzten Ifa im Jahr 2003 um 15 Prozent.

Möglich wurde der Zuwachs nicht zuletzt durch neue Aussteller aus den Bereichen Kommunikation und Informationstechnologie wie etwa den amerikanischen Chiphersteller Intel. Die Funkausstellung in den Messehallen unter dem Funkturm öffnet am 2. September ihre Tore für Besucher.

Besonders ein über Erwarten starker Boom bei Flachbildfernsehern beflügelt die Branche in diesem Jahr. So stiegen seit Anfang 2005 etwa im größten Einzelsegment im Fernsehmarkt, der mittleren Größenklasse von 23 bis 37 Zoll, die Absatzzahlen um 320 Prozent auf 650 000 Stück. Allein mit LCD-Geräten wollen die Hersteller dieses Jahr 1,2 Mrd. Euro umsetzen, ein Plus von 110 Prozent zum Vorjahr.

Dazu kommen noch einmal rund 750 Mill. Euro für großformatige Plasma-TV-Geräte. Zum Vergleich: Alle Röhren-TV-Geräte zusammengenommen werden dieses Jahr nur noch gut 1,4 Mrd. Euro erwirtschaften.

Im Audiobereich steigt der Absatz von portablen digitalen MP3-fähigen Geräten ungebremst weiter. Ein Plus von 85 Prozent auf über sechs Millionen Geräte hält Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im ZVEI, für realistisch.

Doch es gibt nicht nur Gewinner. Dem digitalen Höhenflug stehen noch immer Absatzeinbrüche in Bereichen wie klassische Hi-Fi-Anlagen oder analoge Videorekorder (VHS) gegenüber.

Trotzdem überwiegt der Optimismus: "Die Ifa ist ein Konjunkturprogramm, das seiner Rolle wieder in vollem Umfang gerecht werden wird", sagt Kamp. Der Handel werde voraussichtlich für rund 2,4 Mrd. Euro Orders auf der Ifa platzieren. Es gilt, sich auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten. Laut einer aktuellen Allensbach-Studie finden sich flache LCD-Geräte an Position eins der persönlichen Wunschzettel der Befragten mit satten 35 Prozent, sagt Kamp.

Neben elektronikbegeisterten Konsumenten werden gut 100 000 Fachbesucher zur IFA erwartet.

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