Unterhaltungselektronik
LCD- und Plasma-Geräte beflügeln die Branche

Da mögen die Menschen noch so sehr übers Fernsehprogramm schimpfen: Für die Geräte greifen sie immer tiefer in die Tasche. Im ersten Halbjahr kletterte der Durchschnittspreis aller verkauften Apparate in Westeuropa um fast ein Viertel. "Der Trend geht zu immer größeren Bildschirmen", sagte gestern Hans-Joachim Kamp vom Fachverband Consumer Electronics des Branchenverbands ZVEI in Berlin.

jojo BERLIN. Das Geschäft mit Fernsehern läuft so gut wie schon seit Jahren nicht mehr. Getrieben vom Verlangen, sich einen großen, schicken Flachbildschirm ins Wohnzimmer zu stellen, stürmen die Kunden regelrecht in die Geschäfte. "Die flachen Bildschirmtechnologien entwickeln sich zum marktbestimmenden Faktor", sagte Kamp.

Während kaum noch jemand die alten und klobigen Bildröhrengeräte haben will, legen LCD und Plasma kräftig zu. Nach Schätzungen des ZVEI wird der Umsatz mit LCD-Geräten in Deutschland in diesem Jahr um 90 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro steigen. Plasma wird um 40 Prozent auf knapp eine Mrd. Euro wachsen. Vor allem Bildschirmgrößen jenseits von 70 Zentimetern sind beliebt.

Der Boom im Fernsehgeschäft mach der Branche Mut. Kurz vor Beginn der Internationalen Funkausstellung (IFA) zeigen sich Industrievertreter ausgesprochen optimistisch. Die Einführung neuer Angebote wie hochauflösendes Fernsehen, Handy-TV und Internet-TV werde auch in Zukunft für Impulse sorgen, sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratschef der Branchenvereinigung GfU und Vorstandsvorsitzender der Luxus-Marke Loewe.

Dazu kommt: Erst in jedem zehnten Haushalt in Deutschland steht ein Flachbild-TV. Insgesamt besitzen die Deutschen aber noch 45 Mill. Bildröhrengeräte. Deshalb rechnen sich Hersteller wie Loewe, Sony und Philips auf Jahre hinaus gute Chancen aus, ihre modernen Fernseher an den Mann zu bringen.

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