Unterhaltungselektronik
Networking in eigenen vier Wänden

Schon seit Jahren prophezeit die Unterhaltungsindustrie den Durchbruch des vernetzten Zuhauses. Von der Waschmaschine über die Türsprechanlage, bis zum Fernseher soll alles miteinander verbunden sein und das Leben erleichtern. Was technisch möglich ist und welche Stolpersteine die Anbieter noch aus dem Weg räumen müssen.

HB BERLIN. Viele Uni-Absolventen sind es, Rechner im Büro sind es und erfolgreiche Manager ebenfalls. Sie alle sind: Vernetzt. Und nach dem Willen von Fujitsu Siemens, Philips, Microsoft und Co ist bald auch unser Zuhause total vernetzt. Auf der Ifa in Berlin präsentieren die großen der Branche ihre Konzepte, um den Verbrauchern die Idee eines sparsamen, sicheren und vor allem unterhaltsamen Heims schmackhaft zu machen. Das Konzept, das das Leben versüßen und erleichtern soll, möchte möglichst viele elektrische Geräte verbinden und sie zentral steuerbar machen.

Dabei gibt es grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten, damit die Informationen zwischen Kühlschrank und Computer fließen. Wer ein neues Zuhause baut, oder sein altes grundlegend saniert, kann direkt Netzwerkkabel in Wänden und Böden verlegen. Die drahtlose Variante mit Wireless LAN, einem Funknetzwerk, bietet jedem, der möglichst wenig Kabel herumliegen haben möchte, eine gute Alternative. Die dritte Option benutzt ein bereits vorhandenes "Netzwerk": Das Stromnetz. Die Informationen fließen dann durch die Stromkabel von Steckdose zu Steckdose.

Bandbreite als Flaschenhals der digitalen Welt

Wireless LAN scheint die Lösung der Stunde für alle, denen eine unkomplizierte Installation am wichtigsten ist. Doch gibt es hier eine Einschränkung: Die bisher am Markt etablierten Übertragungsstandards für Funknetzwerke gewährleisten zwar eine schnelle Übertragung, jedoch kann ihnen bei anspruchsvollen Benutzern schon mal die Puste ausgehen. Mit den hochauflösenden Video-Formaten brechen wahre Datenmassen über das Netzwerk herein. Wer also einen Film in High Definition Qualität schaut und gleichzeitig über das Internet telefoniert und etwas aus dem Internet herunterlädt wird Aussetzer hinnehmen müssen. Hier sind die Kabelnetzwerke mit ihren höheren Bandbreiten noch im Vorteil. Sie bewältigen große Datenmengen leichter.

Die Einsatzfelder der Heimnetzwerke sind so vielfältig wie die Art der verbundenen Geräte. Beispielsweise meldet sich auf dem Fernseher die Waschmaschine und verkündet das Ende des Waschprogramms. Mit einem Internet-fähigen Handy kann man auf dem Weg in den Urlaub noch schnell kontrollieren, ob der Herd auch wirklich ausgeschaltet ist. Kontaktmelder an den Fenstern erkennen, ob ein Fenster geöffnet ist und können dementsprechend die Ventile an den Heizkörpern öffnen oder schließen um Energie zu sparen. Alle Aktionen koordiniert ein zentraler Rechner, der die Geräte mit den passenden Befehlen versorgt und kontrolliert.

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