Unternehmen mangelt es an einheitlicher Markenidentität im Internet
Entwicklungsbedarf bei Webauftritten

Im Internet lässt die Globalisierung noch auf sich warten. Laut einer Untersuchung von Blue Pier haben 63 Prozent der multinationalen Unternehmen in Europa keine international koordinierte Internetstrategie.

hiz DÜSSELDORF. Eine Untersuchung der Webauftritte von 200 europaweit bzw. weltweit tätigen Unternehmen hat erstaunliches zu Tage gefördert: Die Marktforscher von Blue Pier haben festgestellt, dass 38 Prozent der Firmen nur eine einzige Website für alle Länder betreiben und auf länderspezifischen Auftritte, die neben der Sprache auch länderbezogene Inhalte und Services bieten, verzichten. Ob eine Website, die in nur einer Sprache im Netz steht, den Ansprüchen einer internationalen Ansprache gerecht wird, bleibt jedoch zweifelhaft.

25 Prozent der untersuchten Websites haben zwar Auftritte in mehreren Ländern, präsentieren dafür aber kein einheitliches Corporate Design. Die Mehrheit von 63 Prozent nutzt die Möglichkeiten der Globalisierung und Lokalisierung nur unzureichend. Gerade internationale Unternehmen mit einer dezentralen Organisationsstruktur verfügen – wenn überhaupt – nur über lokal entwickelte, landesspezifische Internetauftritte. Insgesamt 40 Prozent der Unternehmen mit lokalen Ländersites präsentieren sich dabei von Land zu Land stark unterschiedlich.

Die Kosten für einen lokalen Online-Auftritt sind hoch, da die Anzahl der zu pflegenden Inhalte mit jeder separaten Regionalisierung wächst. Eine zentrales Content-Management, die zentrale Vorhaltung von Inhalten und Ressourcen, kann diese Kosten deutlich reduzieren, weil zum Beispiel Bilder und Grafiken zentral erstellt und dann international genutzt werden können.

Es gibt positive Vorbilder für einen internationalen Auftritt. Besonders gut bewertet wurden in der Studie unter anderem Volkswagen, Nokia und L’Oreal, deren internationale Webauftritte sich durch eine hohe Zahl lokaler Ländersites innerhalb eines einheitlichen Markenaufritts auszeichnen. An das andere Ende der Skala setzen die Marktforscher die europäischen Sites von Mazda, Astra Zenica und MAN. Diese Sites haben den Eindruck hinterlassen, dass die Unternehmen noch keine Globalisierungsstrategie im Internet umgesetzt haben.

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