Unternehmen oft auf dünnem Eis
Leitfaden für Corporate Blogs

Den PR-Abteilungen läuft das Geschäft aus dem Ruder. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit dem Thema Blogging, ohne zu wissen, dass sie sich rechtlich dabei auf sehr dünnem Eis bewegen. Der Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) hat jetzt einen Leitfaden zu dem Thema herausgegeben, der die Risiken für das Unternehmen, aber auch für bloggende Mitarbeiter beleuchtet.

PALO ALTO. Ob Intel, Microsoft oder Yahoo: Regelmäßig oder zu speziellen Anlässen lassen immer mehr Unternehmen Mitarbeiter Blogs im Internet betreiben. Oft sind es geschulte Mitarbeiter aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit oder Marketing, zunehmend aber auch Fachleute aus verschiedenen Abteilungen, die mit den Kunden im Internet in Kontakt treten.

Eine unbedachte Äußerung zu einem Konkurrenten, ein fälschlicherweise öffentlich abgegebenes Leistungsversprechen für ein Produkt, eine gehässige Bemerkung über den Chef oder das oft völlig unbeabsichtigte Ausplaudern von Unternehmensgeheimnissen kann da fatale Auswirkungen haben. Legendär ist die im Web kursierende Geschichte von dem Microsoft-Mitarbeiter, der angeblich nur deshalb gefeuert wurde, weil er in einem Blog beschrieb, wie ein Lieferwagen mit Apple-Computern auf dem Campus in Redmond entladen wurde. Aus Witz wurde Ernst.

Einen kostenlosen Leitfaden für das Bloggen zwischen freier Meinungsäußerung und geschütztem (Unternehmens)-Persönlichkeitsrecht für bloggende Unternehmen hat der BVDW jetzt in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskanzlei Noerr Stiefenhofer Lutz erarbeitet und zum Download ins Internet gestellt: www.bvdw.org.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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