Unternehmen will Kooperation mit AOL ausweiten
Apple mit Online-Musikdienst auch für Windows

US-Computerhersteller Apple feiert seinen mit seinem Online-Musikdienst iTunes Erfolge. Ein halbes Jahr nach dem Start soll das Programm in den USA auch auf dem Microsoft-Betriebssystem Windows laufen.

HB SAN FRANCISCO. Am Donnerstag (Ortszeit) stellte Apple-Chef Steve Jobs die PC-Version in San Francisco vor. Seit dem Start der Mac-Variante im vergangenen April seien bereits 13 Mill. Titel verkauft worden, sagte Jobs. Bis zum einjährigen Jubiläum im Jahr 2004 will der Computerriese die Zahl der kostenpflichtigen Downloads auf 100 Mill. steigern. Jobs bezeichnete den Erfolg des Musikshops als die „Geburt des legalen Herunterladens“. Musikfans in Deutschland müssen sich noch gedulden, bis sie Titel bei iTunes herunterladen können. „Dafür müssen noch diverse Rechte geklärt werden“, sagte Apple-Sprecher Georg Albrecht der dpa. „Wir hoffen aber, dass es 2004 soweit ist“, kündigte er an.

Bis zum Monatsende will Apple 400 000 Titel in seinem Online- Katalog führen. Das Unternehmen unterstützt den Launch seiner PC- Version durch einen Werbevertrag mit dem Getränkegiganten Pepsi und einer Partnerschaft mit AOL für die rund 25 Mill. Kunden des Internet-Portals. „Deutsche AOL-Kunden können das Angebot derzeit noch nicht nutzen“, sagte Unternehmenssprecher Jens Nordlohne der dpa. „Wir arbeiten aber intensiv an einem derartigen Service.“

Marktbeobacher verweisen angesichts des Apple-Angebots jedoch auf Konkurrenten auf dem heiß umkämpften Markt. So bieten Musicmatch.com und BuyMusic.com für die PC-Nutzer seit Monaten schon Songs oder ganze CDs zum kostenpflichtigen Herunterladen an. Auch der Musikdateien-Pionier Napster hat für Ende Oktober seinen Einstieg in das legale Download-Geschäft angekündigt. Auf dem deutschen Markt bietet beispielsweise T-Online mit seinem musicload.de eine Plattform zum kostenpflichtigen Herunterladen von Musiktiteln an.

Internetanbieter Yahoo setzt auf eine breit angelegte Informationsplattform. Dort lassen sich Musikvideos ansehen oder aktuelle Meldungen zu Stars und Tourneedaten nachlesen. „Der Trend geht vom textbasierten Informationsmedium zum multimedialen Angebot“, beschreibt der Geschäftsführer von Yahoo-Deutschland, Franz Dillitzer eine Grundtendenz im Internet. Im kommenden Jahr will Yahoo! das Musikangebot durch ein Web-Radio erweitern.

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