Unternehmenskommunikation
Mit dem Handy ins billigere Festnetz

Mehr und mehr Mitarbeiter eines Betriebes greifen zum Handy, um Telefonate zu erledigen. Das schlägt sich im Haushalt des jeweiligen Unternehmens nieder. Mit einer intelligenten Verknüpfung von Festnetz und Mobilfunk können Unternehmen ihre Kommunikationskosten senken.

DÜSSELDORF. "Studien zeigen klar, dass die Mobil-Minuten steigen, die im Festnetz dafür sinken", sagt Marcus Birkl, Leiter Sales HiPath Wireless bei Siemens Communications. Wenn auf dem Firmengelände mit dem Handy gesprochen wird, beispielsweise per Anrufweiterleitung vom Festnetz, ist das Einsparpotenzial besonders groß. Gerade, wenn das Unternehmen mehrere Standorte hat - und auch im Ausland präsent ist. Denn dort fallen für normale Mobiltelefonate zudem hohe Roaming-Gebühren an.

"Bislang gab es keine technischen Lösungen, mit denen sich diese Kosten verhindern ließen", sagt Siemens-Experte Birkl. Das soll sich jetzt ändern - dank Fixed Mobile Convergence (FMC). Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen fester und mobiler Kommunikation. Siemens etwa baut dazu auf dem gesamten Firmengelände von Kunden ein Drahtlosnetz auf, Voice over W-Lan (Vo-W-Lan) genannt. Die Mitarbeiter eines Unternehmens haben dann nur noch ein Telefon. Wenn sie im Betrieb unterwegs sind, werden ihre Gespräch über eine kostenlose Vo-W-Lan-Verbindung weitergeleitet. Am Schreibtisch sprechen sie weiterhin über das Festnetz.

Vor allem die Schnittstellen bereiten den Anbietern, die im Bereich Fixed Mobile Convergence aktiv sind, Probleme. Technisch anspruchsvoll ist der Übergang zwischen Festnetz und Vo-W-Lan sowie in das Mobilfunknetz beim Verlassen des Firmengeländes. "Das Problem haben wir gelöst", sagt Siemens-Experte Birkl über die neue Lösung, die das Unternehmen auf der Cebit vorstellt. "Im Normalfall gibt es keine Verluste." Wenn ein Mitarbeiter sich beim Sprechen bewegt und in die Zone hineinläuft, in der er per Vo-W-Lan telefoniert, bleibe die Verbindung laut Birkl stabil.

Doch nicht nur die Netzwerktechnik muss stimmen. Auch passende Endgeräte, die zu einer solchen Dual-Mode-Lösung passen, sind nötig. Nach und nach kommen diese jetzt auf den Markt. Experten sehen dabei den finnischen Handy-Hersteller Nokia vorne. Der Vorteil für die Nutzer: Sie sind auf einem Gerät überall unter der gleichen Nummer zu erreichen - so können auch Gespräche einfacher durchgestellt werden. Weiterer Vorteil: Über das Telefon kann auch auf das Adressbuch sowie den Terminkalender auf dem zentralen Server zugegriffen werden.

Um herauszustellen, dass die neuen Lösungen nicht nur Kosten senken, sondern auch komfortabel sind, wird bei Siemens wird von Fixed Mobile Convenience gesprochen. Manager Birkl erwartet vor allem im gehobenen Mittelstand Kundschaft für das Datennetz auf dem Firmengelände. Dort seien die Einsparpotenziale groß, die Projekte blieben aber überschaubar. Bei Konzernen ist der Aufbau hingegen vergleichsweise komplex.

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