Updates sollen helfen
Microsoft-Kopierschutz geknackt

Mit Updates versucht der Softwareriese Microsoft, den Kopierschutz seiner Windows-Media-Software aufrechtzuerhalten. Außerdem kämpft Sony-BMG weiter mit Problemen bei seinem heftig kritisierten Kopierschutzprogramm XCP.

HB SEATTLE/LOS ANGELES. Ein Hacker hatte zuvor im Internet ein Programm veröffentlicht, mit dem sich diese Sperre umgehen lässt und die damit versehenen digitalen Filme und Musikstücke frei kopieren lassen. Dabei hat sich ein regelrechtes Wettrennen zwischen Microsoft und dem Hacker entwickelt. Das erste Update veröffentlichte Microsoft bereits am 28. August. Kurz danach tauchte aber auch eine neue Version des Hackerprogramms auf.

Seitdem bemüht sich Microsoft weiter, den Kopierschutz wiederherzustellen. Mit dem DRM, der Verwaltung der Digitalen Rechte (Digital Rights Management), soll verhindert werden, dass unter Urheberschutzstehende stehende Werke beliebig oft kopiert werden. Nach Einschätzung von Analysten wird es aber nie möglich sein, allein mit Software den Kopierschutz zu gewährleisten. Jede Software könne durch andere Software ausgehebelt werden, sagt John Pescatore von der Marktforschungsfirma Gartner. Hacker würden immer einen Weg finden.

Kopierschutz von Sony-BMG bereitet weiter Probleme

Das heftig kritisierte Kopierschutzprogramm XCP, das im vergangenen Jahr zusammen mit einigen Musik-CDs von Sony-BMG ausgeliefert wurde, bereitet weiter Probleme. Bei Computern, auf denen ein Sicherheitsprogramm des Online-Dienstes AOL oder die Anti-Sypware-Software PestPatrol laufen, kann das CD-ROM-Laufwerk blockiert werden, wie das Justizministerium von Texas mitteilte. Dieses untersucht das Kopierschutzprogramm XCP im Rahmen ihrer Ermittlungen zu einer Klage gegen Sony BMG. Es gebe möglicherweise viele Computernutzer, die dieses Problem gehabt hätten, aber nicht seine Ursache ermitteln konnten, erklärte Paco Felici, Sprecher von Justizminister Greg Abbot. Sony BMG erklärte, man arbeite mit den beiden Firmen zusammen, um die Probleme zu lösen. Zudem gebe es ein Deinstallationsprogramm für XCP im Internet.

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