Urteile
Kinski-Erben verlieren beim BGH Prozess um Internetadresse

Die Erben des 1991 gestorbenen Klaus Kinski haben beim Bundesgerichtshof (BGH) einen Prozess um eine Internetseite mit dem Namen des berühmten Schauspielers verloren.

dpa KARLSRUHE. Die Erben des 1991 gestorbenen Klaus Kinski haben beim Bundesgerichtshof (BGH) einen Prozess um eine Internetseite mit dem Namen des berühmten Schauspielers verloren.

Nach einem Urteil vom Donnerstag können zwar auch die Nachkommen bekannter Persönlichkeiten grundsätzlich Geldansprüche einklagen, die sich aus einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts ihrer prominenten Ahnen ergeben. Dieser Schutz ende aber nach zehn Jahren, entschied das Karlsruher Gericht. Die Erben hatten einem Ausstellungsmacher untersagen wollen, unter der Internetadresse www.kinski-klaus.de für ihre Schau zu werben. (Az: I ZR 277/03 vom 5. Oktober 2006)

Nach den Worten des Gerichts dient die Frist, die aus der gesetzlichen Regelung zum Schutz des Rechts am eigenen Bild abgeleitet werde, der Rechtssicherheit. Außerdem ermögliche sie eine Auseinandersetzung mit Leben und Werk prominenter Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit.

Ob die Erben damit innerhalb der Frist die Nutzung des Namens hätten verbieten können, musste der BGH nicht abschließend entscheiden. Dies bedürfe im Einzelfall einer sorgfältigen Abwägung, bei der auch die Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst zu berücksichtigen sei. Die Befugnisse der Erben sollten es nicht ermöglichen, „die öffentliche Auseinandersetzung mit Leben und Werk der Person zu kontrollieren oder gar zu steuern“, heißt es in der Mitteilung des Gerichts. (Internet: www.bundesgerichtshof.de)

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